Team Nordschleswig

Faustballer verzichten auf geschenkten Bundesligaaufstieg

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Peter Diedrichsen ist einer der Garanten dafür, dass der Faustball in Nordschleswig in den vergangenen Jahren wieder aufgeblüht ist.

Trotz des vierten Platzes am Ende der Saison hatten die Faustballer vom Team Nordschleswig die Möglichkeit, aufgrund des Verzichts anderer Mannschaften in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Trainer Peter Diedrichsen erklärt, warum er das Angebot abgelehnt hat.

Und täglich grüßt das Murmeltier: Peter Diedrichsen ist bereits seit einigen Jahren Cheftrainer der Faustballer vom Team Nordschleswig – Æ Mannschaft und hat schon einige Saisons mit seiner Mannschaft erlebt. Das Fazit fällt aber eigentlich immer gleich aus: „War okay, wäre aber mehr drin gewesen, wenn ich öfter meine ganze Mannschaft zusammengehabt hätte.“ Ein Satz, den er mittlerweile wahrscheinlich sogar öfter von sich gegeben hat, als die BDN-Führungsriege den Begriff „Leuchtturmprojekt“ – und das soll schon was heißen.

Alles wie immer

Auch für den vierten Platz, den seine Mannschaft in der jüngst abgelaufenen Saison der 2. Bundesliga am Ende belegt hat, kann er wieder einmal keine anderen Worte finden. „Der vierte Platz ist in Ordnung, aber unter die ersten Drei zu kommen, war wirklich nicht unmöglich. Zweimal mussten wir mit einer Rumpftruppe zum Spieltag anreisen. Ich selbst musste auf dem Platz stehen. Einmal habe ich sogar meinen Sohn und dessen Freund mitnehmen müssen. Die sind beide erst 15 Jahre alt. Das ist natürlich schade, wenn man sieht, was wir auf den Platz bekommen, wenn wir alle an Bord haben“, sagt Diedrichsen.

Trotz des vierten Platzes hätte das Team Nordschleswig die Möglichkeit gehabt, in die 1. Bundesliga aufzusteigen, da die ersten drei Mannschaften, SG Bademeusel, Stern Kaulsdorf und TuS Wakendorf, allesamt darauf verzichtet haben, erstklassig zu werden.

Bis zu 700 Kilometer lange Fahrten

„Wir haben das Angebot bekommen, aber abgelehnt. In der 1. Bundesliga müssten wir für einen Spieltag bis zu 700 Kilometer weit fahren Wenn wir es jetzt schon nicht hinbekommen, bei den kürzeren Strecken jedes Mal genug Leute zusammenzubekommen, dann brauchen wir da natürlich gar nicht drüber nachdenken“, so Peter Diedrichsen, der trotzdem gerne die Aufstiegsspiele gemacht hätte, wie er sagt.

„Die Spiele gegen Absteiger aus der Bundesliga hätte ich sehr gerne gemacht, einfach um zu sehen, wie weit wir sportlich von der Bundesliga weg sind. Aber die Möglichkeit hatten wir nicht, sie wollten uns direkt hochschicken.“

Wir wollen es uns lieber verdienen, anstatt es geschenkt zu bekommen.

Peter Diedrichsen

1. Bundesliga dennoch im Blick

Dennoch ist das große Ziel für ihn, in Zukunft erstklassig zu spielen. „Aber wir wollen es uns lieber verdienen, als es geschenkt zu bekommen“, so der Coach vom Team Nordschleswig.

Trotz des vorhandenen Potenzials will er für die nächste Saison noch keine großen Ansagen machen. „Besser abschneiden als dieses Jahr“ lautet die kurze und knappe Antwort, da Peter Diedrichsen seine Truppe kennt und er bereits jetzt weiß, am zweiten Spieltag vermutlich wieder ohne Offensive dazustehen, weil Oma Erna mal wieder ihren 72. Geburtstag feiert.