Deutsche Minderheit

Familie Jessen mittendrin: Zwei Tage Motorsport-Action in Pattburg

Veröffentlicht Geändert
Über 20 Jahre Familientradition, werden am Wochenende von Familie Jessen fortgeführt.

Das Dröhnen der Motoren, der Duft von Benzin und mittendrin eine Familie aus Schleswig-Holstein: Beim Night Race in Pattburg trifft Hochgeschwindigkeit auf Tradition – und ein Familienausflug wird zum jährlichen PS-Highlight.

Die Menschen strömen vom Eingang Richtung Rennstrecke. Die lauten Motoren sind nicht zu überhören. Inmitten Hunderter Däninnen und Dänen auch Familie Jessen. „Wir kommen seit 2003 regelmäßig hier vorbei“, so Vater Joachim Jessen. Das sind nunmehr mehr als 20 Jahre, in denen die Familie aus der Nähe von Leck in Schleswig-Holstein regelmäßig die Grenze nach Pattburg zum Night Race quert.

Begleitet wird er wie jedes Jahr von seinen Töchtern Maike und Rike. Seitdem sie kleine Kinder waren, fahren sie mit ihrem Vater zum Night Race. Dieses Jahr nutzen sie den Ausflug als spätes Vatertagsgeschenk.

Es ist eher unüblich, dass man für Motorsport ins Ausland und dann auch noch nach Dänemark fährt. Dänemark ist kein Land, das für seine Motorsport-Historie bekannt ist. Daher stellt sich die Frage: Warum Pattburg? „In Schleswig-Holstein gibt es gerade einmal eine Rennstrecke und die bietet keine derartigen Veranstaltungen an“, so Joachim Jessen. Dann also der Weg nach Pattburg.

Das Night Race was an zwei Nachmittagen stattfindet

Die Stimmung an der Rennstrecke ließ sich auch durch zwischenzeitlichen Regen nicht vermiesen.

Wenn Padborg Park wieder zum Night Race lädt, müssen Zuschauende aber nicht ihren Koffeinpegel für eine lange Nacht vorbereiten, sondern können sich ein gemütliches Wochenende an einer Rennstrecke machen. Der Name ist daher etwas irreführend, aber das scheint der Stimmung nicht zu schaden.

Besonders ist aber dennoch, dass sich über den gesamten Sonnabend verschiedene Rennklassen über unterschiedliche Distanzen duellieren. Wenn aus Rennserien, wie der Formel 1, ein Hauptrennen üblich ist, können hier sechs verschiedene Klassen mit jeweils bis zu drei Rennen bestaunt werden. Seien es Tourenwagen, Formel-4-Wagen oder Saloon Cars – hier ist wirklich für jeden etwas dabei.

Motorsport zum Anfassen

Die Fahrerinnen und Fahrer schrieben fleißig Autogramme und unter den Kindern entbrannte ein Kampf, wer die meisten Autogrammkarten sammeln konnte.

Das Highlight nach, beziehungsweise zwischen, den Rennen ist die Gridshow. Hier werden alle Autos aus allen Kategorien auf der Strecke verteilt ausgestellt und die Zuschauerinnen und Zuschauer haben die Möglichkeit für Fotos von den Autos und mit den Fahrerinnen und Fahrern.

Das lässt sich auch Maike Jessen nicht entgehen. Mit leichter Nervosität kann sie ein Foto mit Fahrer Jan Magnussen, dem Vater des ehemaligen Formel-1-Fahrers Kevin Magnussen, erhaschen.