Deutsche Minderheit

Ein märchenhafter Besuch bei der Patenschaft Elmshorn

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Auf der Dittchenbühne in Elmshorn wird dieses Jahr das Weihnachtsmärchen „Der Froschkönig" dargeboten. Eine Delegation aus Jündewatt schaute sich auf Einladung eine Aufführung an.

Treibende Kräfte des Trägervereins Deutsches Haus Jündewatt haben einen generationsübergreifenden Besuch bei der Patenschaftsstadt Elmshorn unternommen. Vorstandsmitglieder nahmen die Enkelkinder mit. Für sie sollte es ein spannender Ausflug werden.

Seit 1937 besteht zwischen der Stadt Elmshorn und der Gemeinschaft um das Deutsche Haus Jündewatt eine Patenschaft. Über die Jahre gab es immer wieder gegenseitige Besuche. Kürzlich fuhren Vertreterinnen des Deutschen Hauses auf Einladung aus Elmshorn wieder zu einem vorweihnachtlichen Patenschaftsbesuch in die schleswig-holsteinische Stadt. 

Mit dabei waren einige Enkelkinder, denn der Hauptprogrammpunkt des Ausflugs galt ihnen. Man schaute sich das Weihnachtsmärchen „Der Froschkönig“ in der Dittchenbühne an. Zu dem Schauspielhaus pflegen die Jündewatter wegen ihrer eigenen Laienspieltradition eine freundschaftliche Beziehung und sind dort mit eigenen Stücken selbst schon oft aufgetreten.

„Die Vorstellung in Elmshorn war für uns alle ein großer Genuss. Kinder und Jugendliche spielen im Dezember fast täglich den Froschkönig und machen ihre Sache sehr gut. Viele von ihnen sind schon länger dabei. Da kann man schon neidisch werden“, so Hella Hartung, Vorsitzende des Deutschen Hauses und selbst begeisterte Laienschauspielerin.

Gleich geht es los – die Jündewatter Gruppe im Theatersaal der Dittchenbühne.

Mit dem Zug in Richtung Süden

Hartung war mit Gudrun Asmussen, Sabine Quandt, Monika Sørensen und einer sechsköpfigen Schar von Enkelkindern nach Elmshorn gefahren. Monika Sørensen hatte zwei Enkelkinder, Gudrun Asmussen gleich vier dabei – zwei Jungen und zwei Mädchen. „Wir sind mit dem Auto nach Flensburg gefahren und von dort dann mit dem Zug weiter nach Elmshorn. Das fanden die Kinder bereits sehr spannend“, berichtet Monika Sørensen.

In Elmshorn wurde die Jündewatter Delegation von Patenschaftsvertretern empfangen und zum Kaffee bzw. Saft eingeladen. Mit dabei unter anderem „Patenonkel“ Immo Neufeldt von der Stadt und dessen Vater Raimer. Der Senior ist eine treibende Kraft bei der Dittchenbühne und kennt die Minderheit nicht nur wegen der Patenschaft zu Jündewatt. „Er war früher ja mal Lehrer in Uk“, erwähnt Monika Sørensen.

Selfie von Monika Sørensen mit den Enkeln Malthe und August. Die beiden Jungen fanden die Zugfahrt nach Elmshorn aufregend.

Mit Dank für die Gastfreundschaft und für eine gelungene Aufführung – Hella Hartung schenkte dem Ensemble nach der Darbietung Pralinen – trat die Jündewatter Gruppe die Heimreise an.

„Vielleicht schließen sich im kommenden Jahr mehr Familien an. Der Ausflug mit Theater lohnt sich allemal“, so Monika Sørensen mit Blick auf die nächste Weihnachtsaufführung in Elmshorn.