Deutsche Minderheit

DKA: Mit neuem Vorstand neuen Zeiten entgegen

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Der neue DKA-Vorstand: (hi. v. l.) Walter Christensen (Kindergarten Wilsbek), Ingo Schlüter (Rothenkrug), Svenja Clausen (Pattburg), Carsten Møller (Waldkindergarten Feldstedt), Sarah Hirian (Magrethenweg Apenrade), Herdis Bengts Gildberg (Jürgensgaard Apenrade). Vorn v. l.: June Friedrichsen (Bülderup), Stefan Sass (DSSV-Geschäftsführer für Kindergartenbereich) und Judith Ziehmann (Rapstedt). Nicht auf dem Bild ist Kira Hansen Heesch, die den Tingleffer Kindergarten vertritt. Der Posten des Kindergartens Loit-Schauby ist noch vakant.

Nach einem Stimmungstief in Einrichtungen des Kindergartenverbundes DKA (Deutsche Kindergärten Apenrade) soll es aufwärtsgehen. Wichtige Gremien werden dabei die Elternvertretungen und der DKA-Vorstand. Sie sollen stärker eingebunden werden. Bei einer Versammlung in Rapstedt haben Eltern die Vorstände neu gewählt.

Es sei vieles schiefgelaufen, vernachlässigt und nicht beachtet worden. Man habe aber an wichtigen Stellschrauben gedreht, die dazu beitragen sollen, Ruhe in die Einrichtungen zu bringen.

Das war der Tenor in den Berichten der Vorsitzenden Ida Gregersen und der kommissarischen Gesamtleiterin Heidi Ullrich auf der Elternversammlung der DKA (Deutsche Kindergärten Apenrade) in der Schulturnhalle in Rapstedt gleich neben dem dortigen Kindergarten.

Unzufriedenheit von Eltern und Personal mit dem Alltag hatte die Lage in mehreren Einrichtungen zugespitzt, darunterin Tingleff (Tinglev), Rothenkrug (Rødekro) und Bülderup (Bylderup).

Kommunikation und klare Strukturen

Mit zielgerichteter Kommunikation innerhalb der Einrichtungen und zu den Eltern, mit Transparenz, festem Personalstamm und klaren Strukturen soll zu einem geregelten Alltag zurückgefunden werden, der den Kindern, den Eltern und den Mitarbeitenden gerecht wird, so die Botschaft der Vorsitzenden und der Gesamtleiterin.

Eltern fragten nach, warum seitens der DKA nicht darüber informiert wurde, dass der Kindergarten Rothenkrug unter kommunale Aufsicht gestellt wurde. Eltern hätten es aus der Presse entnehmen müssen. Heidi Ullrich ließ darauf eine Entschuldigung folgen. „Das war ein Fehler. Dafür können wir uns nur entschuldigen.“

Eine wichtige Rolle im Kindergartenverbund kommt den Elternvertretungen der insgesamt zehn Einrichtungen und dem DKA-Hauptvorstand zu, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Kindergärten und eines Mitglieds des übergeordneten Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) zusammensetzt.

DKA-Gesamtleiterin Heidi Ullrich auf der Elternversammlung in Rapstedt. Vorn Stefan Sass, Geschäftsführer des Kindergartensektors im Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig.

Ohne Stimmrecht gehören zudem zwei Repräsentantinnen und Repräsentanten der Belegschaft und eine Vertretung der Gesamtleitung dazu.

In Rapstedt wurden sowohl die Elternvertretungen der einzelnen Kindergärten als auch der neue Hauptvorstand gewählt.

Dem neuen DKA-Vorstand gehören folgende Elternvertreterinnen und -vertreter an:

  • Carsten Møller (Waldkindergarten Feldstedt/Felsted)
  • Walter Christensen (Wilsbek/Vilsbæk)
  • Ingo Schlüter (Rothenkrug)
  • Svenja Clausen (Pattburg/Padborg)
  • Sarah Hirian (Magrethenweg, Apenrade/Aabenraa)
  • Herdis Bengts Gildberg (Jürgensgaard, Apenrade)
  • June Friedrichsen (Bülderup)
  • Judith Ziehmann (Rapstedt)
  • Kira Hansen (Tingleff).
  • Für den Kindergarten Loit-Schauby (Løjt) gelang es noch nicht, eine Repräsentantin oder einen Repräsentanten für den DKA-Vorstand zu finden.

Verantwortung für die Finanzen

Ida Gregersen (Rapstedt) hat den Vorsitz abgegeben, da sie bald keine Kinder mehr in Einrichtungen der DKA hat. Die Nachfolge wird bei der konstituierenden Sitzung festgelegt, die in ein/zwei Wochen stattfinden wird, so die scheidende Vorsitzende zum „Nordschleswiger“.

Bei der Versammlung kamen auch die Finanzen zur Sprache. Zu Buche steht ein Jahresminus von 4,1 Millionen Kronen. In Zukunft wird jede Einrichtung über ein Budget verfügen, das sie eigenverantwortlich verwaltet. Damit solle Verantwortung übertragen und gleichzeitig Flexibilität geschaffen werden, so Heidi Ullrich.