Deutsche Minderheit

Die SP setzt auf Solidarität und Politik für Tondern

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Der jüngste Kandidat im 13-köpfigen SP-Team, Victor Terp

Beim Auftakt zum Kommunalwahlkampf im Schützenhaus unterstrich Bürgermeister Jørgen Popp Petersen den Einsatz der Schleswigschen Partei für alle Bürgerinnen und Bürger in der Westküstenkommune.

Mit einem Vormittag mit Leckerbissen vom Büfett und einer politischen Kursbestimmung haben die Kandidatinnen und Kandidaten der Schleswigschen Partei (SP) zusammen mit ihrem großen Unterstützungsteam im Tonderner Schützenhaus ihre Kampagne für die Kommunalwahl am 18. November eingeleitet. 

Dabei wurde deutlich, dass die Mitstreiterinnen und Mitstreiter von SP-Bürgermeister Jørgen Popp Petersen und die örtliche Parteibasis trotz der Medienveröffentlichungen über Ermittlungen wegen Tierschutzverstößen auf dem Bauernhof des Kommunaloberhauptes hinter dem Spitzenkandidaten stehen.

Jørgen Popp Petersen unterstrich, dass ungeachtet der Negativmeldungen um seine Person weiter die politischen Inhalte und Erfolge der SP in der Tonderner Kommunalpolitik im Blickpunkt stehen sollten. 

Alle ziehen an einem Strang

Er dankte Louise Thomsen Terp, Leif Hansen und Randi Damstedt, die mit ihm zusammen die SP im Stadtrat vertreten, für ihren vielfach gelungenen Einsatz, über Parteigrenzen und politische Gräben hinweg Beschlüsse zum Wohl der gesamten Kommune zu erreichen. 

„Wir können alle Fraktionen unter einem Hut versammeln", so Popp Petersen mit dem Hinweis, dass es dieses Jahr zum vierten Mal in Folge gelingt, den Kommunalhaushalt mit den Stimmen aller Stadtratsmitglieder zu verabschieden.

Jørgen Popp Petersen verwies darauf, dass die Schleswigsche Partei für die gesamte Bevölkerung in der Kommune Politik mache. Dabei verschließe die SP nicht die Augen vor dem andauernden Problem, dass die Bevölkerungszahl der Kommune geschrumpft ist, was den Erhalt von kommunalen Institutionen erschwere.

Der Zuzug von Menschen aus Deutschland, über den man sich in der Kommune freue, könne den anhaltenden Rückgang nicht stoppen. 

Bürgermeister Jørgen Popp Petersen und der Kommunalvorsitzende Christian Andresen bei dem Brunch im Schützenhaus, wo der Schützenverein am Abend vorher sein Oktoberfest gefeiert hatte.

Ländlicher Raum muss mehr in den Fokus

„Wichtig ist ein stärkerer Einsatz für die Entwicklung und den Erhalt unseres ländlichen Raums. Da muss noch mehr passieren", so Popp Petersen. Er erinnerte an die von der SP unterstützte Linie, dabei auch auf erfolgreiche Konzepte der Nachbarn im Kreis Nordfriesland zu blicken. Dort habe sich gezeigt, dass die verstärkte Nutzung von Windenergie und Solarstrom vielen Dörfern durch finanzielle Beteiligung an den Erträgen das Überleben sichert.

Die Chancen zur Nutzung regenerativer Energie auch als Absicherung der Industriebetriebe in der Kommune dürfen nicht verspielt werden, so der Bürgermeister. Schwarzmalerei sei trotz der Probleme in der Kommune nicht angebracht. 

So könne nicht hoch genug bewertet werden, dass beispielsweise in der Betreuung der Seniorinnen und Senioren der kommunale Service Spitzenwerte erreiche. Popp Petersen unterstrich auch die Perspektive, dass der Tourismus in der Kommune weiterentwickelt werden müsse, trotz des Widerstandes gegen mehrere Projekte. 

Zur SP-Wahlkampagne äußerten sich neben Fraktionschefin Louise Thomsen Terp und dem kommunalen SP-Chef Christian Andresen auch weitere SP-Kandidatinnen und Kandidaten. 

Die SP lädt zu Brottorte und einem Schnack ein

Im Wahlkampf gibt es mehrere Gelegenheiten, die Kandidatinnen und Kandidaten der Schleswigschen Partei zu treffen. Gezielte Einladungen zu Brottorte und einem Schnack gibt es an vier Tagen im Oktober.

Am Montag, 20. Oktober, im Krug in Osterhoist, am Dienstag, 21. Oktober, im Krug in Aggerschau, (Agerskov), am Mittwoch, 22. Oktober, auf Hohenwarte in Hoyer (Højer) sowie am Donnerstag, 23. Oktober, im Freizeitcenter in Scherrebek (Skærbæk). Beginn ist jeweils um 19 Uhr.