Kommunalwahl 2025

Carsten Leth Schmidt im Podcast: Wir haben aus Fehlern beim Solarprojekt Kastwraa gelernt

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Carsten Leth Schmidt (r.) und Sabina Wittkop-Hansen (2. v. r.) stellen sich den kritischen Fragen von Marle Liebelt und Walter Turnowsky.

Podcast-Interview: Die Schleswigsche Partei möchte den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Kommune Hadersleben vorantreiben. Doch dafür muss die Zustimmung der Bevölkerung gewonnen werden. Das sagen SP-Kandidatin Sabina Wittkop-Hansen und Kommunalratsvertreter Carsten Leth Schmidt in einer Sonderfolge von „Mojn Nordschleswig“.

Fehler in der Kommunikation seien die Ursache für die massiven Proteste gegen den geplanten Solarpark in der Ortschaft Kastwraa (Kastvrå) in der Kommune Hadersleben (Haderslev). Davon ist der Kommunalratskandidat der Schleswigschen Partei (SP), Carsten Leth Schmidt, überzeugt.

Leth Schmidt ist Vorsitzender des zuständigen Technischen Ausschusses. „Das Projekt ist in der vergangenen Kommunalratsperiode bei der Verständigung hart an die Wand gefahren worden“, sagt er in einem Wahlextra des Podcasts „Mojn Nordschleswig“. 

Habe man erst einmal bei der Zusammenarbeit danebengehauen, sei es ausgesprochen schwierig, das wieder einzuholen. Auch die Zweite auf der Aufstellungsliste der SP, Sabina Wittkop-Hansen, sieht die Akzeptanz in der Lokalbevölkerung als das A und O beim Ausbau der erneuerbaren Energien. 

Erfolgsrezept: Mit Gummistiefeln vor Ort

„Das Entscheidende ist, dass wir die Bürgerinnen und Bürger zusammenbringen und Informationstreffen abhalten“, sagt sie im Podcast. 

Die Lehre, die Leth Schmidt aus dem Fall Kastwraa zieht: Kein einziger Strich darf auf einer Karte gezeichnet werden, ohne dass die Verantwortlichen zuvor mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gesprochen haben.

„Da müssen wir als Politiker in Gummistiefeln durch die Landschaft gehen und gegenüber den Anwohnenden Verantwortung übernehmen“, sagt er.

Grüner Topf für lokale Projekte

2020 hat das Folketing gesetzlich festgelegt, dass die Projektbetreiber in einen Topf (Grøn Pulje) einzahlen müssen, der für Vorhaben der lokalen Gemeinschaft verwendet werden soll. Das hat den Effekt, dass es etwa bei dem wesentlich größeren Projekt bei Skrydstrup deutlich besser läuft als in Kastwraa.

„Da fragen uns die Bürgerinnen und Bürger, wann es mit dem Projekt losgeht“, so Leth Schmidt.

In der Sonderfolge stellen er und Wittkop-Hansen sich ebenfalls Fragen zum Küstenschutz, dem öffentlichen Nahverkehr sowie zur Bedeutung einer SP-Vertretung im Kommunalrat. Die Podcastfolge ist oben im Artikel abrufbar.

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