Minderheitenpolitik

Bernd Fabritius ist erneut Minderheitenbeauftragter

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Das Bundeskabinett hat Bernd Fabritius erneut zum Minderheitenbeauftragten ernannt.

Deutschland hat einen neuen Minderheitenbeauftragten, der das Amt gut kennt. Es ist Bernd Fabritius, der es bereits im Zeitraum 2018 bis 2022 bekleidete.

Bernd Fabritius (CSU) ist erneut Minderheitenbeauftragter der Bundesregierung. Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, hat ihn das Bundeskabinett am Mittwoch, 28. Mai, zum Beauftragten ernannt.

Bernd Fabritius ist Rumäniendeutscher. Er wurde am 14. Mai 1965 im siebenbürgischen Agnetheln (rumänisch: Agnita) geboren und siedelte 1984 gemeinsam mit Eltern und Geschwistern in die Bundesrepublik aus. Er ist seit 2014 Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen.

Der 60-Jährige hatte das Amt bereits in der Zeit von 2018 bis 2022 inne. Wie das Innenministerium schreibt, hatte die bisherige Amtsinhaberin, Natalie Pawlik (SPD), am 15. Mai 2025 ihr Amt als Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten niedergelegt.

Kulturförderung der Minderheiten nun im Innenministerium

Weiterhin kündigt das Ministerium eine organisatorische Änderung in der Minderheitenpolitik an. Nach der Regierungsbildung hat das Innenministerium weitere Aufgaben in diesem Bereich übernommen. Es nennt unter anderem die Kulturförderung autochthoner Minderheiten (bis dahin bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien) sowie die Zuständigkeit für Kultur-, Gesellschafts- und Medienbeziehungen in Bezug auf deutsche Minderheiten im Ausland (bislang beim Auswärtigen Amt).

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagt zur Ernennung des Minderheitenbeauftragten: „Bernd Fabritius ist ein ausgewiesener Fachmann in Aussiedlerfragen und nationalen Minderheiten im In- und Ausland. Mit seiner Bestellung unterstreichen wir, dass der neuen Bundesregierung die Aussiedler- und Minderheitenpolitik ein wichtiges Anliegen ist. Wir stehen zu unserer Verantwortung gegenüber den Spätaussiedlern und Vertriebenen, den Angehörigen der deutschen Minderheiten und den nationalen Minderheiten in Deutschland.“