Deutsche Schulen

BDN- und DSSV-Hauptvorstände in Rapstedt – das kam dabei heraus

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Im Sommer freuten sich die Kinder über ihre Einschulung in Rapstedt (Archivbild).

Am Montagabend besuchte eine Delegation vom BDN- und DSSV-Hauptvorstand die Schulen in Lunden und Rapstedt: auf Einladung der Schulen. Bei Schulleiter Jan Röhrig hat sich ein Gefühl verstärkt – und dem BDN-Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen fiel bei dem Besuch etwas Wesentliches auf.

20, 25 Menschen: so zahlreich schätzt der BDN-Hauptvorsitzende Hinrich Jürgensen die Delegation des BDN (Bund Deutscher Nordschleswiger) und DSSV (Deutscher Schul- und Sprachverein für Nordschleswig) ein, die am Montagabend der Einladung der Schulen in Lunden und Rapstedt (Ravsted) gefolgt waren. Das sind die beiden Standorte, die der DSSV schließen will – bzw. für die er eine Empfehlung dafür abgegeben hatte. „Der Nordschleswiger“ hatte mehrfach darüber berichtet. 

„Wir waren der Meinung, dass die, die über unser Schicksal entscheiden, auch wissen sollen, worüber sie entscheiden“, erklärte der Rapstedter Schulleiter Jan Röhrig die Initiative. So habe er die Delegation unter anderem auch über besondere Schulfächer informieren können, die es so nur in Rapstedt gebe: Yoga und „Garten“. Dort lernten die Kinder, was im Garten wächst und wie man es anbaut.

Die Hauptvorstände konnten darüber hinaus die Räume und die Gebäude besichtigen, bekamen aber auch Einblicke in die Abläufe von Kindergarten und Schule, beschreibt Hinrich Jürgensen den Besuch. „Die Schule ist, wie sie ist. Doch es ist gut, hier noch mal einen Gesamteindruck zu haben, wenn man eine Entscheidung treffen soll.“ Die wird aber erst getroffen, nachdem sowohl Rapstedt als auch Lunden ihre Konzepte zum Weiterbetrieb der Einrichtungen persönlich vorgestellt haben. Das soll am 24. November passieren. 

Ist seit 2018 Schulleiter in Rapstedt: Jan Röhrig (Archivbild).

Jürgensens Gesamteindruck ist jedoch positiv: „Man hat richtig viel in Gang gesetzt vor Ort. Die Stimmung und wie man vor Ort um die Schule kämpft, das hätte man sich ein bisschen früher wünschen können“, sagt Hinrich Jürgensen. Doch es sei genau diese „massiv positive Stimmung“, die ihn sehr beeindruckt habe. „Dass man so für die Institution kämpft, ist ja nicht unwesentlich.“

Dass man so für eine Institution kämpft, ist ja nicht unwesentlich.

Hinrich Jürgensen

Rapstedter Konzept analysiert auch den Ist-Zustand

Auch Jan Röhrig war nach dem Besuch positiv gestimmt. „Ich weiß ja, dass unser Konzept gut ist. Deshalb hatte ich schon vorher ein gutes Gefühl. Das hat sich jetzt nochmal verstärkt.“ 

Am kommenden Montag soll er sein Konzept dann dem DSSV und dem BDN präsentieren: Darin enthalten ist auch eine Analyse des Ist-Zustands in Rapstedt. Denn Jan Röhrig zufolge könne von sinkenden Schülerzahlen in seiner Einrichtung keine Rede sein. Erst einmal aber sagt er: „Ich bin auch ein bisschen stolz, dass Marion (Petersen, Schulleiterin in Lunden, Anm. d. Red.) und ich die Initiative ergriffen und die Hauptvorstände eingeladen haben.“