Jes-Schmidt-Stiftung

Auf Nicole Nissen wartet Hongkong

Veröffentlicht
Nicole Nissen kommt aus Wollerup (Vollerup) und studiert derzeit in Kopenhagen.

Mitte nächsten Jahres setzt sich Nicole Nissen in den Flieger nach Asien. Was die Nordschleswigerin von ihrem Praktikumsaufenthalt erwartet, und warum sie (noch) nicht aufgeregt ist.

Mal eben für drei Monate nach Hongkong? Klingt für manche Leute vielleicht nach einer Herausforderung. Nicht so für Nicole Nissen. Im Gegenteil: Die 24-Jährige liebt es zu reisen und andere Länder und Kulturen zu entdecken.

Mitte nächsten Jahres wird Nissen die Gelegenheit bekommen, das Leben in Hongkong aus nächster Nähe kennenzulernen. An das Praktikum kommt die Nordschleswigerin über die Jes-Schmidt-Stiftung.

Diese vergibt jedes Jahr in Kooperation mit der Firma Jebsen & Co aus Hongkong und der Firma Jebsen und Jessen aus Singapur ein dreimonatiges Praktikum, abwechselnd, in einer der beiden Städte. Bei Jebsen und Jessen kann man aber durchaus auch an anderen Orten als Singapur eingesetzt werden.

Dabei werden vorwiegend Menschen gesucht, die einen Studiengang im merkantilen, kommunikativen oder kulturellen Bereich belegen und fließend Englisch sprechen.

Durch das Praktikum soll jungen Menschen die Gelegenheit gegeben werden, auch internationale Erfahrungen zu sammeln. Teil des Praktikums soll zudem eine Projektarbeit sein.

Leidenschaft Reisen

Die Vorfreude auf das Praktikum sei schon groß, sagt Nissen. Sie sei ein sehr sozialer Mensch und genieße es, viel mit Freunden und der Familie zu unternehmen. Eine weitere große Leidenschaft ist und bleibt für sie aber das Reisen. Viele der Länder und Orte, an die sie gerne reisen wollte, hat sie bereits besucht. Besonders gut gefiel es ihr in Japan, Kuba und Georgien.

In Hongkong war sie noch nicht. Darum freue sie sich schon darauf, neben der Arbeit im Praktikum die Stadt zu erkunden und die chinesische Kultur besser kennenzulernen. „Es ist ja eine große Stadt, da wird es viele Möglichkeiten geben.“

Vor Sprachproblemen hat die Studentin keine Angst: „Ich habe gehört, dass die Stadt englischsprachig top ist“ und zur Not gebe es ja noch KIs und Übersetzungstools, erzählt sie.

Im Augenblick wohnt und studiert Nissen in Kopenhagen und macht ihren Master an der Copenhagen Business School. Der Name ihres Master-Studiums sei kompliziert, sagt sie lachend: „Business Administration and Innovation in Health Care“.

Auf den Studiengang sei sie gekommen, weil es in ihrem vorherigen Bachelorstudiengang hauptsächlich um das dänische Gesundheitswesen ging und sie nun auch internationale Einblicke sammeln möchte.

Hongkong nicht die erste Auslandsstation

„Aufgeregt bin ich noch nicht“, sagt sie. Aber das werde sich sicherlich noch ändern, wenn das Praktikum und die damit verbundenen Vorbereitungen näher rücken. Die erste Auslandsstation ist das Praktikum in Hongkong für Nissen ohnehin nicht. Vor einigen Jahren arbeitete sie bereits in der Schweiz.

Trotzdem hoffe sie, eine Menge Erfahrung aus dem Praktikum mitzunehmen. So wolle sie viel über die kulturellen und strukturellen Unterschiede im alltäglichen Arbeitsleben in Hongkong lernen und ihre Erfahrungen im Handelsbereich ausweiten.

Neben ihrem Studium arbeitet Nissen bei einem Pharmaunternehmen im Marketing. Diese Erfahrung möchte sie auch in ihrem Praktikum in Hongkong nutzen, wo sie aller Voraussicht nach auch im Marketingbereich zu tun haben wird.

Nissen gefällt die Gemeinschaft in Nordschleswig

Obwohl sie so viel unterwegs ist, fühlt sich Nissen ihrer Heimat Nordschleswig immer noch verbunden: Aufgewachsen ist sie in Wollerup (Vollerup) in der Nähe von Tingleff (Tinglev). Über die Minderheit und die vielen dazugehörigen Institutionen hatte sie viel mit der deutschen Sprache und Kultur zu tun.

Bei ihr Zuhause sei dagegen fast immer nur Dänisch gesprochen worden. Besonders gut gefalle ihr die Gemeinschaft hier in der Gegend und die Vielseitigkeit: „Es gibt hier so viele verschiedene Aktivitäten, für jeden Geschmack.“

Wie es für Nissen nach ihrem Praktikum und ihrem Master weitergeht, hat sie bisher nicht entschieden. Sie könne sich aber durchaus vorstellen, bei ihrem aktuellen Arbeitgeber weiterzuarbeiten, falls sich die Möglichkeit ergebe.

Auch was das Reisen angeht, hat Nissen noch einiges vor. So wolle sie unbedingt noch nach Südamerika. Vorher geht es für die Studentin aber jetzt erst einmal nach Hongkong.