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ARV erfolgreich bei den dänischen Meisterschaften

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Finn Hoppmann (l.) vom ARV hat den zweiten Platz bei den 60plus-Herren belegt.

Erfolge, knappe Entscheidungen und neue Erfahrungen: Der Apenrader Ruderverein zeigte bei den dänischen Meisterschaften im Ergometer-Rudern in Kopenhagen Präsenz – und kehrte mit Medaillen und viel Motivation zurück. Vom Event berichtet Trainerin Maria Aas.

Wieder einmal war der Apenrader Ruderverein (ARV) unterwegs – diesmal zu den dänischen Meisterschaften im Ergometer-Rudern in Kopenhagen. Austragungsort war wie in den vergangenen Jahren der Lyngby Roklub, wo die Gruppe traditionell übernachtet.

Bereits am Freitagnachmittag machten sich die DGN-Ruderinnen und -Ruderer Ida Thamling, Hannes Leiner, Leon Prieg, Henrik Husted und Trainerin Maria Aas auf den Weg. Fünf Personen in einem kleinen Toyota Yaris – das funktionierte nur mit Improvisation. Da starker Wind die Fahrt über die Storebælt-Brücke mit Anhänger unmöglich machte, reisten Hannes Leiner und Leon Prieg kurzerhand mit dem Zug an. So blieb im Auto Platz für Gepäck und Ausrüstung.

Zusammentreffen in Kopenhagen

Nach der Ankunft nutzten die jungen Sportlerinnen und Sportler den Abend zum Austausch mit Gleichaltrigen aus dem Gastgeberverein – inklusive kleiner Sprachübungen auf Deutsch. Danach standen gemeinsames Kochen, letzte Vorbereitungen und ein früher Gang ins Bett auf dem Programm.

Am Samstag stießen Finn Hoppmann und Sina Brandt zur Gruppe. Beide sind inzwischen ebenfalls aktiv im ARV engagiert. Finn ging selbst an den Start, Sina unterstützte ihn als Trainerin und half parallel dem Sønderborg Roklub bei der Betreuung seiner Uni-Ruderer.

Der Wettkampftag begann mit den 500-Meter-Rennen. Finn Hoppmann überzeugte in seiner Altersklasse und sicherte sich einen starken zweiten Platz bei den Masters (Herren 60+). Für Henrik Husted endete das Rennen mit gemischten Gefühlen: Nur eine halbe Sekunde fehlte ihm zum Podium. Der knappe Abstand wirkte jedoch eher motivierend als frustrierend.

Für Ida Thamling, Hannes Leiner und Leon Prieg war der Start in der Junior-A-Klasse eine besondere Herausforderung. Als Neulinge traten sie in einer der anspruchsvollsten Kategorien des dänischen Rudersports an. Zwar reichte es noch nicht für vordere Platzierungen, doch alle drei sammelten wertvolle Wettkampferfahrung – und verloren dabei keineswegs den Mut.

Auch abseits der Rennen fiel der ARV auf. Trainerinnen, Trainer und Vereinsverantwortliche anderer dänischer Klubs zeigten Interesse an der Zusammenarbeit des ARV mit Gymnasien – ein Modell, das in Dänemark bislang wenig verbreitet ist.

Amalie Thal-Drexel (M.) belegte den ersten Platz bei den A-Juniorinnen.

In die familiären Fußstapfen getreten

Ein besonderes Augenmerk galt zudem Amalie Thal-Drexel, Tochter des ehemaligen ARV-Ruderers und früheren Nationalmannschaftsathleten Willi Drexel. Amalie startet inzwischen für den Verein in Bagsværd und gehört zu den großen dänischen Talenten. In ihrem ersten Jahr in der Junior-A-Klasse gewann sie nicht nur ihre Altersstufe, sondern ließ auch einen Großteil der älteren Juniorinnen hinter sich. Für Begeisterung sorgte dabei nicht zuletzt ihr Vater, der den Erfolg seiner Tochter stolz und sichtbar bewegend verfolgte.

Kleiner Ausflug auf eigene Faust

Nach Abschluss aller Rennen kehrte die Gruppe nach Lyngby zurück. Während Henrik Husted und Maria Aas das Auto beluden und die Heimfahrt nach Apenrade antraten, nutzten die drei jungen Sportlerinnen und Sportler die Gelegenheit, Kopenhagen auf eigene Faust zu erkunden, bevor sie am Sonntagabend mit dem Zug zurückkehrten.

Für den ARV ist die Saison damit noch lange nicht beendet. Auf dem Programm stehen weitere Wettkämpfe: der NRV-Ergo-Cup sowie der Ro-Battle im Sønderborg Roklub am 28. Februar. Am 7. März folgen die Nordic Championships, eine Online-Regatta, die der ARV gemeinsam mit anderen Vereinen im Jels Roklub bestreiten wird – sportlich ambitioniert und in geselliger Atmosphäre.

Hinweis

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