Deutsche Minderheit

Ab in den Ruhestand: Jetzt will Catarina Bartling als Podcasterin durchstarten

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DSSV-Hauptvorsitzender Welm Friedrichsen überreicht die aus Schleswig-Holstein frisch eingetroffene Urkunde zum Eintritt in den Ruhestand.

Die kommissarische Schulrätin des DSSV, Catarina Bartling, hat am Mittwoch ihre offizielle Ruhestandsurkunde überreicht bekommen. Einige Pläne für die kommende Zeit stehen bereits. Unter anderem will sie sich als Podcasterin und Influencerin einen Namen machen.

„Wir werden Catarina bei uns als sehr professionelle, sehr tatkräftige Frau in Erinnerung behalten, die immer angepackt und alles ohne Umschweife erledigt hat. Sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagt der Hauptvorsitzende des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV), Welm Friedrichsen, über die scheidende Schulrätin, Catarina Bartling.

Diese hat am Mittwoch von Friedrichsen ihre offizielle Ruhestandsurkunde überreicht bekommen.

Viele schöne Erinnerungen

Mit Freude blickt Catarina Bartling auf 26 Jahre an der Deutschen Privatschule Apenrade zurück – davon 17 Jahre als Schulleiterin – sowie auf ihr jüngstes zehnmonatiges Abenteuer als kommissarische Schulrätin beim DSSV.

„Ich werde niemals vergessen, wie einmal ein Kind aus der ersten Klasse zu mir kam. Ich war gerade dabei, meine Sachen zusammenzupacken. Es fragte mich, wo ich hin will. Auf die Antwort, dass ich nach Hause fahre, guckte es nur ungläubig und fragte: ‚Wie, nach Hause? Ich dachte, du wohnst hier.‘“

Lehrer-Lockout hinterlässt Spuren

Ebenso, allerdings in negativer Erinnerung: der Lehrer-Lockout 2013, bei dem sie als Schulleiterin ihre eigenen Lehrkräfte vor verschlossenen Türen stehen lassen musste, weil die Regierung landesweit viele Tausend Lehrerinnen und Lehrer aufgrund von Arbeitszeitstreitigkeiten von ihren Arbeitsplätzen ausschloss. „Das war für mich als Teamplayerin eine ganz schlimme Situation“, erinnert sich Bartling an die damalige Zeit.

Gleiche Gefühle kommen beim Thema Corona-Lockdown bei ihr hoch. Trotzdem überwiegen klar die positiven und schönen Erlebnisse, auch wenn der Endspurt nicht ganz nach Plan verlief. „Man wünscht sich ja eigentlich zum Schluss ein ruhiges, letztes Schuljahr. Bei mir wurde es dann aber doch eher ein turbulenter Abschluss“, fasst Bartling die jüngsten, stürmischen Monate beim DSSV rund um Personalrochaden und Strukturkritik zusammen.

Neue Karriere im Blick

Catarina Bartling war insgesamt 26 Jahre an der Deutschen Privatschule Apenrade tätig, 17 davon als Schulleiterin. Nach zuletzt zehn Monaten als Schulrätin ist nun Schluss. Sie hält die Urkunde in ihren Händen.

In Sachen Zukunftsplanung will Catarina Bartling alles auf sich zukommen lassen. Zunächst stehen eine Woche mit den Enkelkindern und zwei Wochen Urlaub mit ihrem Mann im Kalender. Danach gibt es noch viele offene Tage. Allerdings ist auch schon ein großes Projekt in der Planung. „Ich werde gemeinsam mit Anke Tästensen einen Podcast starten“, verrät sie.

Der vorläufige Name des Projekts: „Die InflOmas“, eine Zusammensetzung aus den Begriffen Influencerin und Omas. „Das ist aktuell unser Arbeitstitel, mal sehen, ob uns noch etwas Besseres einfällt“, sagt Catarina mit einem Schmunzeln. In den kommenden Monaten soll geplant und ein konkretes Konzept ausgearbeitet werden. „Wir müssen uns erst mal überlegen, welche Zielgruppen wir ansprechen wollen, was für Inhalte wir wie vermitteln möchten und dann auch ein paar Test-Podcasts aufnehmen. Ich denke, dass wir spätestens Anfang kommenden Jahres online sein werden“, sagt Bartling.

Wo der Podcast dann zu hören sein wird, ob in den gängigen Podcast-Apps oder auch in den sozialen Medien wie zum Beispiel Instagram, muss ebenfalls noch geklärt werden. Auch wenn noch viele Fragen offen sind – der Schwerpunkt ist bereits gesetzt: „Es wird sich alles um das Thema Erziehung drehen – wir sind ja beide alte Hasen auf dem Gebiet und kennen uns dank unserer beruflichen Laufbahnen bestens aus“, so Catarina Bartling.

Ausgerüstet sind sie auf jeden Fall schon: „Mein Schwiegersohn macht selbst Podcast. Der hat uns beim Aussuchen des ganzen Equipments geholfen. Unser Studio bauen wir wahrscheinlich bei Anke auf“, so die angehende Influencerin.