Deutsche Minderheit

Suppenabend in Lunden: Solidarität mit der Schule zeigen

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Halfen beim Kochen der Suppen und luden zum Abend in der Deutschen Schule Lunden ein: Rainer Naujeck, Vorsitzender der Schleswigschen Partei, Ruth Nielsen, Vorsitzende des BDN-Bezirks Sonderburg, und SP-Politikerin Kirsten Bachmann (v. l.).

Die Deutsche Schule Lunden kämpft als Standort der deutschen Minderheit auf Alsen und als Institution ums Überleben. Bei einem Suppenabend und bei einem Spendenlauf zeigten viele Menschen Solidarität mit der Schule und spendeten über 130.000 Kronen.

Die von einer Schließung bedrohte Deutsche Schule Lunden und der Deutsche Kindergarten Lunden erleben eine Welle der Solidarität. 

Bei einem Spendenlauf rund um das Schulgebäude sammelten Unterstützende rund 130.000 Kronen, und bei einem Suppenabend kamen auf Einladung des Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) Sonderburg so viele Menschen, dass in der Schulfreizeitordnung (SFO) zusätzliche Tische aufgestellt wurden. 

„Wir sind froh, dass so viele da sind und uns auch moralisch unterstützen, das bedeutet uns sehr viel“, sagte Schulleiterin Marion Petersen zur Eröffnung des Suppenabends am Montagabend.

Beide Veranstaltungen zeigten, wie sehr sowohl die Eltern der betroffenen Kinder als auch Mitglieder der deutschen Minderheit auf Nordalsen (Nordals) um den Erhalt des Standorts kämpfen.

Die Aula der Schule war am Montagabend voll, und in der SFO wurden extra Stühle aufgebaut. Schulleiterin Marion Petersen (stehend l.) bedankte sich bei allen Gästen für die moralische Unterstützung.

Was die Elternschaft und die Mitglieder der Minderheit auf Nordalsen an Engagement in den letzten Wochen gezeigt haben, ist unbeschreiblich und wärmt das Herz.

Marion Petersen

Der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) hatte Ende September überraschend bekanntgegeben, dass die deutschen Institutionen in Rapstedt und Lunden geschlossen werden sollten. Seitdem setzen sich die Leitungen und die Minderheit vor Ort an beiden Standorten für einen Erhalt ein.

Die deutschen Institutionen in Lunden haben ein Konzept erarbeitet und abgeliefert, das den DSSV von der Trag- und Zukunftsfähigkeit des Standorts überzeugen soll. Unter anderem unterstreicht die Leitung darin, dass die Renovierungskosten bei weitem nicht so hoch sind, wie vom DSSV veranschlagt. 

Siegfried und Bianca Schmidt nahmen am Suppenabend teil. Siegfried Schmidt lebt seit fünf Jahren in Nordschleswig und ist Mitglied im BDN Sonderburg. Tochter Bianca besuchte ihre Eltern in den Herbstferien. „Wir sind seit diesem Jahr in dieser Gemeinschaft und es ist schön, sich persönlich zu begegnen“, sagt Siegfried Schmidt.

Am Montag besuchte eine Delegation des DSSV und des BDN beide Standorte. „Ich habe mich über das große Interesse der Beteiligten gefreut und war froh, die trockenen Zahlen aus dem Gebäudebericht sichtbar machen zu können“, sagt Schulleiterin Marion Petersen. 

Der Tag der Entscheidung steht fest

„Und mit Stolz und Dankbarkeit habe ich die von der Elterngemeinschaft schon ausgebesserten Schäden präsentiert. Was die Elternschaft und die Mitglieder der Minderheit auf Nordalsen an Engagement in den letzten Wochen gezeigt haben, ist unbeschreiblich und wärmt das Herz.“

Am kommenden Montag, 24. November, verteidigt ein Team aus Lunden das Konzept vor dem DSSV; am Tag darauf informiert dieser die Standorte vor Ort über die endgültige Entscheidung.