Deutsche Minderheit

Sterbehilfe als Rettungsanker? Ein Abend lädt zur Diskussion ein

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Wie umgehen mit schwerem Leid und dem Thema Tod? Wer möchte, kann darüber in der Rinkeniser Kreuzkirche sprechen.

Gemeinsam über die aktive Sterbehilfe reden: Dazu lädt der Dänisch-Deutsche Freundschaftsverein für kirchliche Zusammenarbeit ein. Wer beim Themenabend in Rinkenis alles dabei ist.

Ist Sterbehilfe ethisch vertretbar, und sollte es den Menschen selbst überlassen werden, ihrem Leiden ein Ende zu bereiten? Über dieses Thema will der Dänisch-Deutsche Freundschaftsverein für kirchliche Zusammenarbeit reden: Bei einer Diskussionsveranstaltung vertreten beide Seiten ihre Standpunkte. Der Abend beginnt am Dienstag, 25. März, um 19 Uhr in der Rinkeniser Kreuzkirche.

Als Arzt auf der Seite des Lebens

Mit dabei ist der Arzt Ole Hartling, der von 2003 bis 2007 Mitglied des Ethischen Rates in Dänemark war. Hartling hat sich als Nuklearmediziner und Analyst der medizinischen Ethik einen Namen gemacht. Er spricht sich in Vorträgen, Zeitungsartikeln und in seinem Buch „Aktiv dødshjælp“ gegen die aktive Sterbehilfe aus. Eines seiner Hauptargumente: Als Arzt sollte er immer auf der Seite des Lebens stehen und nicht Handlanger des Todes sein.

Argumente für eine aktive Sterbehilfe

Dirk Sina stellt als Arzt im palliativen Team in Nordschleswig die jetzige Gesetzgebung in Dänemark vor. Die ehemalige Lehrerin Hiltrud Petersen-Koch beleuchtet die deutsche Gesetzgebung, und Andrea Kunsemüller, Journalistin und Autorin, bringt die Argumente für eine aktive Sterbehilfe vor und zeigt mögliche innere und äußere Schwierigkeiten auf. Mette Carlsen gibt als dänische Pastorin in Rinkenis eine theologische Begründung.

Die Veranstaltung ist zweisprachig, dänisch und deutsch, und die Hauptpunkte liegen in der jeweiligen Übersetzung vor. Das Publikum wird um Beteiligung an der Diskussion gebeten. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen nimmt bis zum 16. März Dieter Jessen entgegen, unter Tel. 2942 0759 oder per E-Mail an dieterjessen@gmail.com.