Deutsche Minderheit

Ruderklub zeigt Solidarität: So wichtig ist Schule Lunden

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Der DSSV wird die Deutsche Schule Lunden und den Deutschen Kindergarten Lunden nach dem laufenden Schuljahr nicht weiter betreiben.

Beim traditionellen Grünkohlessen des DRN ging es nicht nur um viele Kilometer und Tombola: Die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten auch über die mögliche Schließung der Schule.

Normalerweise findet das jährliche Grünkohlessen im gemütlichen Bootshaus des Deutschen Rudervereins Norderharde statt. In diesem Jahr zog die Veranstaltung aber von Düwig (Dyvig) nach Lunden. Die von einer Schließung bedrohte deutsche Schule sollte zum einen solidarisch unterstützt werden, zum anderen aber auch vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Platz sichern. 

Dieser Plan funktionierte. In diesem Jahr waren 56 Personen der Einladung des Rudervereins gefolgt. Zu den aktiven Ruderinnen und Ruderern gesellten sich auch Eltern von Kindern der Institution. Sie wollten zeigen, wie wichtig die Schule der deutschen Minderheit für die ganze Gegend ist.

DRN-Mitglieder ruderten 1.841 Kilometer 

Nach dem Grünkohl- oder Brathähnchenessen und dem Nachtisch wurden die Ruderergebnisse der vergangenen Saison bekannt gegeben und die Pokale verteilt. In der vergangenen Saison haben die DRN-Mitglieder 1.841 Kilometer zurückgelegt. Neben der Kilometerleistung der Mitglieder wurden auch 663 Gästekilometer von Ruderinnen und Ruderern verzeichnet, die keinem anderen Verein angehören. 

Den Schülerpokal der Jungen holte sich Tim Sommer mit 59 geruderten Kilometern. Der Damenpokal ging an Kristina Hoff mit 143 Kilometern. Den Herrenpokal hatte sich Jan Georg Hoff mit 619 Kilometern errudert.

Kristina Hoff, Tim Sommer und Jan Georg Hoff mit ihren Pokalen

Christensen: Mit der Schule in Lunden würde viel verschwinden

Anschließend wurden die von den Anwesenden gespendeten Gewinne verlost. Es war eine gemütliche Runde. Die Frauen und Männer unterhielten sich aber auch intensiv über die aktuelle brenzlige Lage der Schule, so der Vorsitzende Walter Christensen. 

Eine eventuelle Schließung stieß auf Unverständnis. „Wenn wir hier dicht machen, dann verschwindet alles. Es muss weitergehen. Wo sollen die Stimmen herkommen, wenn die Wurzeln verschwinden?“, so Walter Christensen. 

56 Personen beteiligten sich in diesem Jahr am Grünkohlessen des DRN.