Apenrader Ruderverein

Peter Asmussen und Rüdiger Bartling ziehen besonderes Fazit für 2025

Veröffentlicht Geändert
Peter Asmussen (links) und Rüdiger Bartling in der Bootshalle des Vereins: Die ist für die kommenden Monate proppenvoll.

Im Apenrader Ruderverein ist eine weitere Saison zu Ende gegangen: Im Rückspiegel betrachtet mit etlichen Neuigkeiten und einer Tatsache, über die der Vorstand besonders glücklich ist.

Die bunten Ruderboote liegen neben- und übereinandergestapelt in der Bootshalle im Ruderverein, auch die Stand-up-Paddleboards werden in den kommenden Monaten keinen Kontakt mit dem Salzwasser der Förde haben. Und spätestens wenn der Steg abgebaut ist, ist klar: Die Saison im Apenrader Ruderverein (ARV) ist zu Ende.

Deutsche Privatschule Apenrade mit im Boot

Das Saison-Ende ist hier allerdings kein Grund, auf Sport zu verzichten. In den kommenden Monaten können sich die Mitglieder im Fitness- und Ergometer-Raum des Vereins fit halten: Das gilt nun auch für die insgesamt acht Teenager der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA): Zum ersten Mal gab es an ihrer Schule die Möglichkeit, Rudern als Wahlpflichtfach zu belegen. Mit ein Grund, warum die Vorstandsmitglieder Peter Asmussen und Rüdiger Bartling positiv auf die Saison 2025 zurückblicken.

„Wir sind somit jetzt zum ersten Mal direkt im Schulunterricht“, freut sich Rüdiger Bartling. Und Peter Asmussen zeigt sich sehr zufrieden mit der Schülerin und den Schülern. „Sie können sehr gut umsetzen, was man ihnen sagt. Das ist nicht selbstverständlich.“ Beim sogenannten Schnupper-Rudern zeige sich, dass es oft Defizite bei der Motorik gebe.

Insgesamt haben sich sieben Schüler und eine Schülerin der DPA dieses Jahr Rudern als Wahlpflichtfach ausgesucht.

Dennoch ist das Projekt Wahlpflichtfach Rudern nicht ganz so gelaufen, wie sie sich das hier vorgestellt hatten, erzählen die beiden Vorstandsmitglieder. 

„Wir mussten alles in Eigenregie machen, die Vorbereitung und das Training selbst. Aber wir sind ja keine ausgebildeten Trainer“, sagt Rüdiger Bartling. Er und seine Vorstands-Kollegen hätten sich da mehr Einsatz vom Nordschleswigschen Ruder-Verband erhofft. Inzwischen gebe es aber Unterstützung von einem Trainer mit A-Lizenz aus Flensburg (Flensborg). Den haben sie in Eigenregie organisiert, wie Rüdiger Bartling sagt. 

Lehrerin engagiert mit dabei

Umso größer ist die Freude darüber, dass das Ruderprojekt für die Schule gut angelaufen ist und auch die Sportlehrerin der Teenager, Gunda Feddersen, mitrudert. 

„Man lernt Apenrade aus einem ganz anderen Winkel kennen, die Häuser und die Natur, das ist toll. Und es ist eine gute Kameradschaft hier im ARV“, findet Gunda Feddersen. 

Coastal-Boote brachten neuen Schwung 

Neu in diesem Jahr sind auch die sogenannten Coastal-Boote, die der Verein in diesem Jahr angeschafft hat. Die wurden ursprünglich für die französische Atlantikküste entwickelt, liegen bei Wind und Wellen gut im Wasser und sind trotzdem wendig. Perfekt für das Rudergebiet vor Apenrade, finden Bartling und Asmussen, „wir haben ja hier von allen nordschleswigschen Vereinen das unruhigste Wasser.“ 

Besonders positiv aber blicken sie in diesem Jahr auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen des ARV. Vor zehn Jahren waren sie unter 100 gefallen. 

Rüdiger Bartling ist überzeugt, dass die Coastal-Boote ihren Teil zur positiven Vereinsbilanz beigetragen haben.

„Jetzt sind wir 200 Mitglieder. Und somit wieder da, wo wir vor 50 Jahren waren“, sagt Peter Asmussen stolz. 

Dass sich die Zahlen so positiv entwickelt haben, freut Asmussen umso mehr, da er und seine Kameradinnen und Kameraden sehr viel Zeit im Ruderverein verbringen – und damit, den Mitgliedern zu vermitteln, was ein Verein kann und was er bedeutet. 

Das ist eine Art Lebensstil.

Peter Asmussen

„Wie können wir etwas gemeinsam tragen? Darum geht es ja, das haben wir zuletzt bei der Sturmflut vor zwei Jahren gesehen“, sagt Peter Asmussen. Einer allein könne da nichts ausrichten. Viele zusammen aber schon. Er selbst und andere wie Rüdiger Bartling treffen sich schon morgens zum Frühstücken im Clubhaus, kümmern sich um alles, was ansteht. Als Rentner haben sie dafür aber auch die Zeit, räumen sie ein. „Für uns ist das eine Art Lebensstil.“

ARV feiert nächstes Jahr 100. Geburtstag

Auf das kommende Jahr blicken Bartling und Asmussen positiv und mit einer gehörigen Portion Vorfreude. Denn: 2026 feiern die Mitglieder das 100-jährige Bestehen ihres Rudervereins. Langweilig dürfte es also nicht werden für die beiden und ihre Vereinskolleginnen und -kollegen: Nach der Saison ist vor der Saison. Und genügend Mitglieder für die Vorbereitung des Festes sollte der Verein ja nun haben.