Umwelt

Neues Abfallsystem soll Gendarmenpfad sauberer halten

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Der Gendarmenpfad ist als europäischer Qualitätswanderweg zertifiziert und muss daher besondere Anforderungen an Sauberkeit und Nachhaltigkeit erfüllen.

Die Kommune Sonderburg will ein neues Abfallsystem auf dem Gendarmenpfad einführen. Das soll nach Angaben der Kommune unter anderem dazu beitragen, das grüne Profil des Küstenwanderwegs zu stärken. Wie das neue Sortiersystem funktioniert und wo es schon steht.

Drei schlichte Behältnisse aus rötlich braunem Holz mit Metalldeckel drauf machen es künftig möglich, anfallenden Müll entlang des Gendarmenpfads besser zu sortieren. Das hat die Kommune Sonderburg mitgeteilt. Die Wanderinnen und Wanderer sollen ihre Abfälle künftig in Plastik, Metall und Restabfall trennen.

Mülleimer zuerst an stark genutzten Shelterplätzen

So sehen die neuen Abfalleimer der Kommune Sonderburg aus.

Die ersten vier Sortiersysteme sind bereits aufgestellt. Nach Angaben der Kommune an den Shelterplätzen, die besonders gut besucht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Plätze am Düppelstrand (Dybbølstrand), Hvilsø-Pfad (Hvilsø sti), Ved Fyret/Dalsgård und Frydenlund in Broackerland (Broagerland).

Wie viel Müll auf dem Gendarmenpfad pro Jahr anfällt, dazu gibt es keine Informationen, so Johanne Burgemann, Wald- und Landschaftsingenieurin der Kommune Sonderburg. „Im Sommerhalbjahr werden die Mülleimer an den Übernachtungsplätzen entlang des Gendarmenpfads ein- bis zweimal in der Woche geleert.“ Den Shelterplatz am Düppeler Strand nutzten auch größere Gruppen, entsprechend mehr Abfall gebe es dort.

Firmen und Privatpersonen haben sich im Laufe der Zeit ans Abfallsortieren gewöhnt. Jetzt ist es Zeit, das auf öffentliche Räume auszudehnen.

Johanne Burgemann

100.000 bis 120.000 Menschen pro Jahr

Wo sich Menschen in der Natur aufhalten, entsteht Müll. Und auf dem Gendarmenpfad sind viele unterwegs: Allein in der Kommune Sonderburg gibt es vier Zähler, sagt Johanne Burgemann. An denen gingen pro Jahr zwischen 100.000 und 120.000 Wanderlustige vorbei. Zwar hat die Kommune keine Informationen zu den Müllmengen – zur Art des Abfalls aber schon: Tüten von mitgebrachtem Essen, Einweg-Wasserflaschen, Dosen mit Lebensmitteln oder Getränken.

Das neue Abfallsystem soll nun das grüne Profil des beliebten Küstenwanderwegs stärken, so wünscht es sich die Kommune. „Firmen und Privatpersonen haben sich im Laufe der Zeit ans Abfallsortieren gewöhnt. Jetzt ist es Zeit, das auf öffentliche Räume auszudehnen“, heißt es von Johanne Burgemann.

Die Menschen auf dem Wanderweg sollen ihren Müll künftig besser sortieren können.

Außer an den zunächst vier Shelterplätzen (hölzerne Unterstände) wurde das neue Abfallsystem auch an den sogenannten Blaue-Flagge-Stränden entlang des Gendarmenpfads eingeführt. Wie viele weitere der neuen Abfallbehälter hinzukommen, ist noch nicht klar. Die Kommune will das Sortiersystem jetzt beobachten, bewerten und gegebenenfalls nachbessern: Am Ende, so der Wunsch, soll sich die Situation nicht nur für die Nutzerinnen und Nutzer der Müllbehälter bessern, sondern auch für diejenigen, die den Müll wegschaffen müssen.

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