Deutsche Minderheit

Nach der Rettung: Lunden feiert Advent und blickt nach vorn

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Das größte Geschenk für die Schule kam in diesem Jahr nicht vom Weihnachtsmann, sondern vom Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger: Die Schule wird nicht geschlossen. Der Weihnachtsmann hatte darüber hinaus noch Geschenke für jedes Kind, die er am Freitag verteilte.

Die Deutsche Schule Lunden hat nach der abgewendeten Schließung mit einer ruhigen Adventsfeier und viel Gemeinschaftsgeist das herausfordernde Halbjahr beendet.

Die Deutsche Schule Lunden kehrte nach Monaten der Unsicherheit über ihren Fortbestand mit einer ruhigen Adventsfeier in den Schulalltag zurück. Mit Singen auf dem Schulhof und verschiedenen Adventsstuben in den Klassenzimmern ließen Kinder, Familienangehörige und Lehrkräfte ein Schulhalbjahr ausklingen, das von einer drohenden Schulschließung geprägt war, die im November abgewendet werden konnte. 

Die Adventsfeier setzte damit bewusst einen Kontrapunkt zum belastenden Alltag der vergangenen Zeit. „Wir wollen als Schulgemeinschaft für einen Moment herunterfahren und es einfach nett miteinander haben“, wie Marion Petersen am Rande der Adventsfeier sagte. „Das war für uns jetzt eine nette und entspannte Lösung.“

Mit dem Besuch des Weihnachtsmannes, zweisprachigen Adventsliedern auf dem Schulhof, Lesestube, Vogelfutterstationen bauen, und Lucia-Umzug feierte die Schulgemeinschaft die neue, alte Normalität, und in der Aula lud die Schule zu Kaffee, Keksen und Kuchen ein. 

Bereits im Vorfeld der Adventsfeier suchte die Schulleitung gezielt das Gespräch mit den Eltern und Erziehungsberechtigten und lud zur Elternversammlung ein. Dort berieten die Beteiligten gemeinsam, wie sie die anstehenden Aufgaben, die Zukunftsfähigkeit und die weitere Entwicklung der Einrichtung gestalten können. 

Die Kinder der DSL sangen nach dem Lucia-Umzug auf dem Schulhof noch mehrere Lieder.

Die Schule legte unter anderem Listen aus, in denen Eltern sich eintragen können, um die Zukunft der Schule nach der drohenden Schließung mitzugestalten.

Marion Petersen beschreibt, dass diese Unterstützung im Kollegium deutlich ankommt und stärkt. „Wir bekommen Unterstützung, und wir sind in Sachen Zukunftssicherung dabei“, fasst sie die enge Zusammenarbeit von Eltern, Lehrkräften und Leitung zusammen. 

Mit Blick auf das kommende Halbjahr spricht die Schulleiterin offen über die Herausforderungen der vergangenen Monate, in denen die drohende Schließung die Arbeit prägte. Richtet den Blick aber klar nach vorn. „Also schlechter kann es ja nicht werden. Nein, es wird gut. Wir sind ganz positiv und denken, es wird gut“, sagt sie und beschreibt damit die Grundstimmung im Team, das nach der Krise neuen Mut fasst. 

Schulleiterin Marion Petersen nahm vom Weihnachtsmann Werner und dessen Frau Kirsten eine private Spende für die Schule in Höhe von 1.000 Kronen entgegen.

Die Schule geht zusammen mit dem Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) konkrete Schritte und greift Anforderungen auf. „Das Kollegium arbeitet daran, und wir nehmen die kommenden Aufgaben mit Zuversicht und dem Gefühl an, eine echte Chance zu haben.“