Tourismus

Gäste aus Japan und Kürbis-Bingo: Supersaison im Küchengarten

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Den Königlichen Küchengarten am Gravensteiner Schloss können Kinder und Erwachsene kostenlos betreten. Wer will, darf an den Pflanzen schnuppern.

Blühende Beete, neue Angebote und steigendes Besucherinteresse – der Königliche Küchengarten in Gravenstein begeistert immer mehr Gäste und hat sich 2025 als eines der beliebtesten Ausflugsziele in Nordschleswig etabliert.

Der Königliche Küchengarten am Schloss Gravenstein konnte im Jahr 2025 einen deutlichen Besucherzuwachs verzeichnen. Insgesamt besichtigten 54.500 Menschen die Anlage – rund 5.000 mehr als im Jahr zuvor, als 49.000 Gäste gezählt wurden.

Zum Vergleich: Die bekannten Düppeler Schanzen (Dybbøl Banke) zählten in den vergangenen Jahren zwischen 37.000 bis gut 50.000 Besucherinnen und Besucher, das Schloss Sonderburg erlebte 2024 insgesamt 55.431 Gäste.

Die Supersaison 2025 brachte im Königlichen Küchengarten zahlreiche Neuerungen mit sich: verlängerte Öffnungszeiten bis in die Herbstferien, neue Angebote in Café und Laden sowie spannende Projekte in der Gartenanlage selbst.

Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und Japan

„Das steigende Interesse zeigt, dass der Küchengarten ein attraktives Ausflugsziel für Einheimische sowie Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland ist“, sagt Pia Rasmussen, zuständige Abteilungsleiterin der Kommune Sonderburg (Sønderborg). „Wir erfassen nicht, aus welchem Land die Gäste kommen. Aber mein Eindruck ist, dass ein Großteil auch aus Deutschland den Weg zu uns findet. Außerdem viele Menschen aus den Niederlanden und sogar aus Japan.“ 

Saisonale Sonderaktionen im Garten kämen besonders gut an. „In den Herbstferien haben wir beispielsweise Kürbis-Bingo angeboten, bei dem Kinder ausgeschnittene Kürbisfiguren finden mussten. Es war einfach fantastisch zu erleben, wie viele Familien gekommen sind und mitgemacht haben“, sagt Pia Rasmussen. 

Der Königliche Küchengarten wird gemeinsam von der Kommune Sonderburg und der dänischen Schlösser- und Kulturbehörde betrieben. Besucherinnen und Besucher erwarten ein vielseitiges Erlebnis mit farbenprächtigen Blumenbeeten, historischen Anbaumethoden sowie einem Café, Laden und abwechslungsreichen Aktivitäten für die ganze Familie.

 

Neben seiner touristischen Bedeutung erfüllt der Garten auch eine soziale Aufgabe: Als sozialpsychiatrisches Projekt bietet er Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, einer sinnvollen Beschäftigung in naturnaher Umgebung nachzugehen.

Auch Kindergartengruppen aus der Gegend nutzen den weitläufigen Küchengarten immer wieder als Ausflugsziel (Archivbild).

„Für unsere Angestellten bedeutet dieser Besucherrekord sehr viel. Es zeigt, dass die Arbeit Sinn macht und sinnerfüllend ist. Das macht einen großen Unterschied“, sagt Pia Rasmussen, die seit knapp einem Jahr Abteilungsleiterin des ausführenden „Væksthuset“ ist.

Der Königliche Küchengarten