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Dieter Jessen freut sich: Vier weitere Jahre im Seniorenrat

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Dieter Jessen saß als Repräsentant der Schleswigschen Partei im Sonderburger Stadtrat.

Am Donnerstag kam die gute Nachricht: Der Mann aus Iller bekam bei der jüngsten Wahl noch mehr Stimmen. Was der Vizevorsitzende sich wünscht und wofür er sich besonders einsetzen will, das erzählt er im Interview. So sieht der Seniorenrat ab Januar 2026 aus.

Seit vier Jahren setzt sich Dieter Jessen im Seniorenrat dafür ein, den Alltag der älteren Menschen zu fördern. Nach der ersten Periode wurde in Verbindung mit den kürzlichen Kommunal- und Regionswahlen zur ersten digitalen Wahl für den Seniorenrat gerufen.

Die neun Ratsmitglieder warteten gespannt auf das Resultat: Am frühen Donnerstagmorgen klingelte bei Dieter Jessen (71) in seinem gemütlichen Zuhause am Iller Strandvej dann das Telefon. Er erhielt die erhoffte Botschaft: Der Vizepräsident des Sonderburger Seniorenrats ist auch in den kommenden vier Jahren in diesem Gremium.

Noch mehr Stimmen

„Das ist einfach toll“, wie er mit vor Glück sprudelnder Stimme, aber wie üblich auch ganz bescheiden, sagt. Dabei hat er guten Grund zum Jubel. Wo er bei der letzten Wahl auf Platz 7 landete, ist er dieses Mal auf Platz 3 hochgeklettert. 2021 erhielt er 685 Stimmen. In diesem Jahr setzten 851 Frauen und Männer ihr Häkchen bei Dieter Jessen.

Der Seniorenrat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Kommunalrat und der immer größer werdenden Schar von Seniorinnen und Senioren in der Kommune. Dieter Jessen lobt die Zusammenarbeit zwischen der Instanz und den Menschen: „Wir sprechen über die Dinge, und es kommt was dabei heraus“, so seine positive Konklusion nach vier Jahren.

Mehr Werbung für den Seniorenrat

Dieter Jessen wünscht sich, dass die Menschen generell mehr über die Möglichkeiten des Seniorenrats erfahren und an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen. „Es ist immer gut, wenn wir die Leute treffen“, stellt er fest. So hatte Jessen unter anderem einmal im Monat ein Treffen im Freiwilligenhaus in Sonderburg inszeniert. Das wurde kein Erfolg – die Bürgerinnen und Bürger wussten nicht, dass sie den Seniorenrat vor Ort aufsuchen konnten. Das soll sich ändern. Der Seniorenrat muss mehr werben und auf sich aufmerksam machen.

Das gleiche bemerkte Dieter Jessen am Wahltag, 18. November, in der Halle von Broacker (Broager). Er saß als Repräsentant des Seniorenrats in einem Gang der Halle, wo er sich mit den Älteren, die nicht an der ersten digitalen Abstimmung teilgenommen hatten, unterhielt. In der Halle konnten sie bei ihm ihre Stimme abgeben. „Es liegt mir einfach am Herzen, dass wir bekannter werden. Wir müssen einfach aktiver über unsere Arbeit berichten“, sagt der 71-Jährige. 

Es liegt mir einfach am Herzen, dass wir bekannter werden. Wir müssen einfach aktiver über unsere Arbeit berichten.

Dieter Jessen

Der Seniorenrat besucht unter anderem auch die Pflegeheime der Kommune, wo sich die Ratsmitarbeiter mit der Pflegeheimleitung, den Angehörigen und vertretenden Personen der Bewohnerinnen und Bewohner treffen.

Wohlfahrts-Technologie ist wichtig

Dieter Jessen liegt auch ein anderes Thema am Herzen: die Wohlfahrts-Technologie. „Ich finde es wichtig, zu erklären, warum das so wichtig ist. Es sind nicht nur der Roboterstaubsauger. Es gibt so viele Möglichkeiten, die man als Privatperson nutzen kann. Man muss sie nur kennenlernen“, sagt Jessen. 

Er will den Seniorinnen und Senioren die Angst vor dem Unbekannten nehmen. Gerade diese Art von Technologie hilft den Menschen und auch der Kommune: „Es ist ein großes Plus, dass man auf der einen Seite auch Arbeitskraft spart.“ Alternativen sind wichtig, wenn irgendwann einmal die Arbeitskraft fehlen sollte. 

Die erste digitale Wahl kein Erfolg

Die Seniorenratswahl ging dieses Mal zum ersten Mal digital vonstatten. Das hatte Konsequenzen: Der Stimmanteil lag diesmal nur bei 31,81 Prozent. 2021 gaben 56,2 Prozent der Seniorinnen und Senioren ihre Stimme ab. Die geringe Stimmzahl vom 18. November wird nun evaluiert. „Wir sind aufmerksam auf die Zielgruppe, die generell online weniger Erfahrung hat“, so die Vorsitzende im Seniorenrat, Kirsten Bielefeldt, in einer Pressemitteilung.

Der Seniorenrat 2026-2030

Kirsten Bielefeldt

Anne Marie Gregersen

Dieter Jessen

Birgit Nebel

Vivian Engelbredt

Tommy Andersen

Marianne Raarup Nielsen

Christa Lunn

Allan Knaap