Deutsche Schule Hadersleben

10. Klasse: Voyager 10 sagt Tschüss!

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Am Dienstagabend nahm das Team der Deutschen Schule Hadersleben Abschied von der 10. Klasse Voyager 10. Den Rahmen bildete der Haderslebener Bürgerverein.

Wenn das Leben eine Reise ist, dann war das vergangene Schuljahr für die 10. Klasse der Deutschen Schule Hadersleben, Voyager 10 genannt, ein Roadtrip voller Umwege, Zwischenstopps und zahlreicher Abenteuer. Zwischen Abschied, Neuanfang und Limonade blickt Voyager 10 zurück – und nach vorn.

Dienstagabend im Bürgerverein „Haderslev Hus“: Die Bühne gehört den Zehntklässlern von Voyager 10 – und denen, die sie ein Stück ihres Weges begleitet haben.

Während in der großen, weiten Welt die schlechten Nachrichten einander übertrumpfen, geht es für die scheidende Schülerschar um das, was bleibt: Freundschaften, Werte, aber auch ein wenig Gelassenheit im Umgang mit Niederlagen und den Widrigkeiten des Lebens, denn, so bringt es Schulleiterin Heike Henn-Winkels auf den Punkt: „Die Welt dreht sich weiter, zuweilen wie ein Karussell des Wahnsinns.“

Ein Jahr, das Spuren hinterlässt

Schulleiterin Heike Henn-Winkels: „Lasst euch nicht vom Leistungsprinzip beherrschen!“

Heike Henn-Winkels muss zugeben, dass sie in diesem Jahr der 10. Klasse zumeist aus der Ferne über die Schulter geschaut hat: „Ich bedauere das. Aber ihr wart bei euren Lehrern in sehr guten Händen.“

Einen Appell richtet sie an ihre 10. Klasse: „Hört nicht auf die Flötenspielerei von all den Rattenfängern, die durch Städte und Straßen ziehen. Greift ein, wenn ihr Ungerechtigkeiten begegnet. Folgt einem moralischen und ethischen Kompass!“

Reisen bildet – und schweißt zusammen

Elias Beutler, Melena Christensen und Martha Koch blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Die Klassenlehrer Kim Bjerringgaard und Mikkel Hamkens nehmen die Reise-Metapher wörtlich: „Zu reisen heißt zu leben“, zitiert das Duo Hans Christian Andersen, dessen Motto der 10. Klasse den Namen gab.

Für die Zehntklässler war das Schuljahr mehr als nur Unterricht – es war ein gemeinsames Abenteuer, mit Ausflügen, Erlebnissen und, ja, auch einem tragischen Verlust in den eigenen Reihen.

Doch zwischen all den Herausforderungen und kleinen Katastrophen des Alltags ist aus einer Gruppe eine Gemeinschaft gewachsen, betont Bjerringgaard: „Ihr habt euch weiterentwickelt – auch wenn das Aufräumen noch nicht bei allen klappt.“ Auch ein liebevoller Seitenhieb auf morgendliches Zuspätkommen darf nicht fehlen.

Applaus begleitet den Einmarsch der Schülerinnen und Schüler.

Von Prinzessinnen und Teamgeist

Altpräsident Burkhard Tiemann ist Repräsentant des Pinneberger Kreistages. Diesmal hatte er eine kurze Anreise von zehn Kilometern. Er lebt mit seiner Partnerin Naomi Peele und Stieftochter Elicia in Ösby (Øsby).

Burkhard Tiemann, Altpräsident des Pinneberger Kreistages und nun Wahl-Ösbyer, findet in seiner Rede den Bogen zwischen Tradition und Gegenwart. Seit 17 Jahren ist er Stammgast bei Abschlussfeiern – heute mit kurzem Anfahrtsweg, da er gemeinsam mit Partnerin Naomi Peele und Stieftochter Elicia, die ebenfalls die Voyager 10 besucht, nach Dänemark übergesiedelt ist.

„Alicia hat in diesem Jahr eine großartige Entwicklung durchlaufen. Von der verwöhnten Prinzessin ist sie zu einem jungen Menschen mit ausgeprägtem Pflichtbewusstsein, Zielstrebigkeit und einem realistischen Blick auf die Zukunft geworden. Ich bin mir sicher, dass die meisten Eltern von ihren Kindern eine ähnliche Wahrnehmung haben.“

Kompass für die Zukunft

Die Klassenlehrer Kim Bjerringgaard und Mikkel Hamkens mit Schulleiterin Heike Henn-Winkels bei der Zeugnisvergabe

Zwischen Fußball-Analogien, Ratschlägen gegen die Verlockungen der „Rattenfänger“ und der Warnung vor digitalen Stolpersteinen gibt die Schulleiterin der scheidenden Voyager 10 noch eine Bitte mit auf den Weg: „Lasst euch nicht vom Leistungsprinzip steuern! Zeigt Kante, glaubt an Werte, bleibt euch treu!“

Und noch eine Botschaft hatte das Lehrerteam an seine „Goldklumpen“: Die Türen der Deutschen Schule Hadersleben stehen stets offen – für Rückkehrer, Neugierige und für alle, die Lust auf einen Plausch haben. Vielleicht klappt es bis dahin auch mit dem Aufräumen.

Gute Stimmung im Bürgerverein: Der Altpräsident brachte ein kleines Präsent des Pinneberger Kreistages mit.