Wort zum Sonntag

„2. Advent: „Ich habe an Dich gedacht“

2. Advent: „Ich habe an Dich gedacht

2. Advent: Ich habe an Dich gedacht

Pastorin Astrid Cramer-Kausch
Astrid Cramer-Kausch
Tingleff/Tinglev
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Pastorin Astrid Cramer-Kausch (Pfarrbezirk Tingleff) ruft dazu auf, in der Adventszeit ein Licht leuchten lassen, die Türen zu öffnen und sich auf den Weg zu machen, um jemandem einen kleinen Gruß vor die Tür zu stellen.

Manchmal passiert es, dass wir jemanden besuchen und die Person ist nicht da. So ist es, wenn man einfach mal vorbeischaut.

Gut, wenn man dann einen kleinen Gruß vor die Tür stellen kann – ein kleines Geschenk, das sagt: Ich habe an Dich gedacht… weil du Geburtstag hattest, krank bist, ich dich einfach mal besuchen wollte.

Wirklich begegnet ist man sich dann nicht, aber es ist mehr als nichts und auch mehr als nur ein Gedanke.

Da hat sich jemand auf den Weg gemacht, da war jemand an der Tür.

Im Advent öffnen sich viele Türen, am Adventskalender und auch an den Häusern bei Familientreffen, in den Schulen, Kindergärten und auch Kirchen.

Das Adventslied Nr 1 im Evangelischen Gesangbuch ist: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ (Worte aus Psalm 24) und später in Strophe 2 heißt es dann: „Sanftmütigkeit ist sein Gefährt“ und „sein Zepter ist Barmherzigkeit“.

Dass Gott Mensch wird und in Jesus als Licht der Welt, aber als kleinem Kind, auf die Welt kam, daran erinnern wir uns jedes Jahr wieder in der Adventszeit.

Sanftmütigkeit und Barmherzigkeit können wir alle gut gebrauchen und gerne auch mehr davon! Erbarmen für uns selbst, unsere Mitmenschen und für die Welt.

Der 2. Advent beginnt mit dem Wochenspruch aus dem Lukasevangelium (21,28): Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Trösten und aufrichten, sollen diese Worte – Mut machen. In dem Wort Erlösung steckt das Wort „Lösung“ drin… aber das Leben ist nicht wie eine mathematische Gleichung, die aufgeht. Zu viele unbekannte Faktoren und unberechenbare Machtstrukturen bestimmen unser Leben mit. Wir können nicht alles einfach lösen. Aber dennoch brauchen wir „sanften Mut“ und BarmHERZigkeit“ – damit wir Mitmenschlichkeit als Teil der (Er-)Lösung verstehen und miteinander leben.

Und wie geht das? Immer wieder ein Licht leuchten lassen, sich auf den Weg machen, jeder friedliche und freundliche, liebevolle Gedanke und Weg zu einer Tür zählt.

In diesem Sinne: einen gesegneten 2. Advent,

Pastorin Astrid Cramer-Kausch 

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