Tour de France

Tour-Aus für Jakob Fuglsang

Tour-Aus für Jakob Fuglsang

Tour-Aus für Jakob Fuglsang

nlm
Nimes
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Jakob Fuglsang muss nach einem Sturz bei der 16. Etappe der Tour de France aussteigen. Foto: Scanpix

Ein erneuter Sturz des dänischen Mitfavoriten Jakob Fuglsang überschattet Caleb Ewans Etappensieg. Der dänische Radprofi wird bei der Tour de France in diesem Jahr nicht mehr an den Start gehen.

Der Australier Caleb Ewan (Lotto Soudal) hat die 16. Etappe rund um Nimes nach dem erwarteten Massenspurt für sich entschieden. Für Jakob Fuglsang war es aufgrund eines Sturzes die letzte Etappe bei der 106. Tour de France, da feststeht, dass der bisherige dänische Hoffnungsträger bei der Tour in diesem Jahr nicht mehr an den Start gehen wird. Der 34-jährige Radprofi kam im Peloton, etwa 30 Kilometer vor dem Ziel der 177 Kilometer langen Flachetappe zu Fall, woraufhin ihm schnell bewusst wurde, dass er keine andere Wahl hat, als auszusteigen.

In der Gesamtwertung lag der Astana-Kapitän zu diesem Zeitpunkt auf dem neunten Platz mit einem Rückstand von 5:27 Minuten auf Julian Alaphilippe im “Gelben Trikot“. Pechvogel Fuglsang war bereits beim Tour-Auftakt in Brüssel gestürzt, konnte das Rennen aber dennoch fortsetzen. Bei seinem zweiten Sturz schien Fuglsang jedoch zunächst nicht bei vollem Bewusstsein zu sein, woraufhin er ins Krankenhaus gebracht wurde. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sich Fuglsang nichts gebrochen hat, sich jedoch schlimme Hautabschürfungen an den Händen, Armen und Knien zugezogen hat.

„Ich bin sehr traurig, dass ich die Tour auf diese Art und Weise verlassen muss. Ich habe leider zu starke Schmerzen, als dass es Sinn macht fortzusetzen“, fasst Fuglsang seine Enttäuschung auf Astanas Twitter-Profil in Worte.

Für den dänischen Radstar ist die diesjährige Tour de France vom Anfang bis zum Ende ganz anders verlaufen, als er es sich gewünscht hatte. Fuglsang begann die Tour als einer der Topfavoriten mit dem Ziel, unter die Top-Drei zu kommen. Trotz eines großen Zeitverlustes bei der zehnten Etappe äußerte sich Fuglsang auch noch vor der 16. der insgesamt 21 Etappen optimistisch, obwohl der Rückstand auf die Führenden der Gesamtwertung bereits groß war.

„Ich wünsche mir einen richtig guten Tag, durch den ich noch einmal vorne angreifen kann. Ich weiß auch, dass eine Platzierung in der Top-Drei sehr schwer wird, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass es sich lohnt, weiterhin dafür zu kämpfen. Ich nehme mir vor, zumindest unter die Top-Fünf zu kommen. Außerdem möchte ich auch noch einen Etappensieg bejubeln können“, sagte der bis dahin schnellste dänische Fahrer nur wenige Stunden vor seinem Ausscheiden. Für Fuglsang ist es nach 2017 das zweite Mal, dass er die Tour de France vorzeitig verlassen muss.

Ewan erkämpfte sich bei der 16. Etappe nach einem Massenspurt zum Abschluss des Rennens seinen zweiten Etappensieg vor dem Italiener Elia Viviani (Quick-Step) und dem Holländer Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma).

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