OLYMPISCHE SOMMERSPIELE 2020

Sverri Nielsen: „Ich rudere für zwei Nationen“

Sverri Nielsen: „Ich rudere für zwei Nationen“

Sverri Nielsen: „Ich rudere für zwei Nationen“

hdj
Tokio/Apenrade
Zuletzt aktualisiert um:
Sverri Nielsen wird als erster Däne an einem Wettbewerb der Olympischen Spiele in Tokio teilnehmen. Foto: Martin Sylvest/Ritzau Scanpix

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Der Ruderer ist der erste dänische Sportler, der bei den Olympischen Sommerspielen in Aktion tritt. In der Nacht zu Freitag geht es schon los.

Schon einen halben Tag vor der offiziellen Eröffnungszeremonie tritt der erste dänische Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokio an.

In der Nacht zu Freitag wird Sverri Nielsen dort sein erstes Ruderrennen bestreiten – das Boot wird mit färöischen Farben verziert sein. Auf der Insel ist er aufgewachsen, seit zehn Jahren wohnt er in Dänemark.

„Ich bin sehr froh darüber, dass ich die Farben der Färöer auf dem Boot haben darf. Es war nicht ganz einfach, das vom Olympischen Komitee genehmigen zu lassen. Es bedeutet mir viel, dass die Menschen wissen, dass ich von den Färöern stamme“, sagt Sverri Nielsen.

In olympischem Zusammenhang gehören die Färöer zu Dänemark – Nielsen musste sich demnach nicht für eines der beiden Länder entscheiden.

„Ich rudere für beide Nationen. Ich bin auf den Färöern aufgewachsen und wohne seit zehn Jahren in Dänemark. Mittlerweile fühle ich mich recht dänisch“, so der Europameister von 2020.

Sverri Nielsen bereitet sich seit über einem Monat in Japan auf die Olympischen Wettbewerbe vor und freut sich darauf, dass es endlich losgeht.

„Ich fühle mich bereit. Es war eine lange Vorbereitung und in den vergangenen Tagen wurde nicht mehr viel trainiert. Wir haben auch niemanden aus anderen Ländern getroffen. Es wird viel Playstation gespielt, um die Zeit herumzukriegen. Daher freue ich mich sehr, dass es bald losgeht“, sagt Sverri Nielsen.

Die dänische Medaillenhoffnung mit den färöischen Wurzeln macht ihr erstes einleitendes Rennen ab 1.50 Uhr dänischer Zeit in der Nacht zu Freitag.

Mehr lesen