Handball

Halbfinale rückt in weiter Ferne

Halbfinale rückt in weiter Ferne

Halbfinale rückt in weiter Ferne

Nantes
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Mit hängenden Gesichtern schlichen die Spielerinnen nach der Niederlage gegen Frankreich vom Platz. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

National-Trainer Klavs Bruun Jørgensen schimpfte auf einen TV-Reporter und Torhüterin Sandra Toft beantwortete die Fragen der Journalisten mehr als wortkarg.

Ja, es wird eng und die Luft immer dünner, wenn sich die Handballerinnen noch für das Halbfinale bei der Europameisterschaft in Frankreich qualifizieren möchten.


Nach der deutlichen 23:29-Niederlage gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich befindet sich Dänemark nicht nur an letzter Stelle der Fair-Play-Tabelle, sondern sie sind auch in der Zwischenrunden-Gruppe auf dem letzten Platz.
Aber es gibt sie noch die winzige Chance, um ins Halbfinale einzuziehen und damit um Medaillen zu kämpfen.

Alles muss stimmen

Dänemark muss gegen Russland und Montenegro gewinnen, während Russland nur ein Spiel gewinnen darf, und zwar das gegen Serbien. Außerdem darf Frankreich keine Punkte abgegeben. Sollte dies alles eintreffen, dann stehen Dänemark, Russland und Schweden alle mit sechs Punkte auf dem Konto. Die dänischen Handballerinnen würden dann aufgrund des direkten Vergleichs ins Halbfinale einziehen.
„Wir wissen, dass alle Spiele in diesem Turnier wichtig sind. Wir müssen darauf hoffen, dass die anderen Ergebnisse uns in die Karten spielen. Wir sind uns um die geringe Chance bewusst. Wir müssen gegen Russland bereit sein“, so Klavs Bruun Jørgensen, der seinen Spielerinnen nach dem Spiel gegen Frankreich den Freitag freigegeben hatte.

Vorteil Dänemark

Das Spiel Russland-Serbien wurde aufgrund von politischen Protesten und Demonstrationen nahe der Handball-Halle in Nantes jetzt vom Samstag auf den Sonntagabend verlegt. Nicht unbedingt ein Nachteil für Dänemark, denn sie werden am Montagabend gegen Russland spielen.

Ausblick

Mit Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, so hat die dänische Mannschaft auch bei einem schlechten Abschneiden bei der EM noch Chancen, um sich zu qualifizieren.


Ein Qualifikationsplatz wird bei der WM 2019 vom 29. November bis zum 15. Dezember in Japan vergeben.
Die Allerletzte Möglichkeit sind dann drei Turniere im Jahr 2020, bei denen sich jeweils zwei Mannschaften qualifizieren. Vier Teams werden an diesen Turnieren teilnehmen. Die Plätze werden nach dem jeweiligen Abschneiden bei Welt- und Kontinental-Meisterschaften vergeben.


Es nehmen jeweils die sechs besten Mannschaften der Weltmeisterschaft teil, die noch nicht für das olympische Turnier qualifiziert sind. Hinzu kommen je zwei Mannschaften aus Europa und Asien sowie eine Mannschaft aus Amerika und Afrika.

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