HANDBALL

Dänische Klubs verzichten auf EHF-Cup

Dänische Klubs verzichten auf EHF-Cup

Dänische Klubs verzichten auf EHF-Cup

Ritzau/hdj
Kopenhagen/Apenrade
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Mia Rej von København Håndbold wird in der kommenden Saison nicht im EHF-Cup aktiv sein. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix (Archiv)

So sportlich reizvoll eine Partie gegen Kastamonu Belediyesi GSK auch sein mag, internationale Spiele sind bei den Frauen in der Regel ein Minusgeschäft.

Die finanziellen Einbußen der Corona-Krise haben zwei dänische Vereine dazu bewogen, die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben abzusagen.

Sowohl København Håndbold als auch Silkeborg-Voel aus der höchsten dänischen Frauenliga werden in der kommenden Saison nicht am EHF-Cup teilnehmen.

København Håndbold hat sich durch einen vierten Platz in der HTH Liga direkt für den EHF-Cup qualifiziert, während sich Silkeborg-Voel mit einem fünften Platz für eine Wild Card bewerben könnte.

Hohe Kosten – wenig Einnahmen

„Wir tun dies mit einem blutenden Sportlerherz. Aber als verantwortungsbewusste Führung müssen wir die richtige Entscheidung für København Håndbold treffen“, sagt der Klubbesitzer Kim Mikkelsen auf der Webseite des Hauptstadtvereins. „Der EHF (Europäischer Handballverband, Red.) hat die meisten kommerziellen Rechte für das Turnier übernommen, sodass wir nur mit sehr wenigen Einnahmen rechnen können“, erklärt er weiter.

Es lohne sich unter dem Strich einfach nicht, denkt auch Silkeborg-Voel.

„Als Sportler finde ich ja, dass wir dabei sein müssen, und wir haben auch lange an der Finanzierung gearbeitet, aber die vernünftige Entscheidung ist, Nein zu sagen. Die Ausgaben sind schlichtweg zu hoch“, schreibt der Direktor von Silkeborg-Voel auf der Facebook-Seite des Vereins.

Dabei geht es nicht nur um die Kosten für die zu erwartenden Auswärtsfahrten, auch bei den Heimspielen zahlen die Klubs drauf. Für die kommende Saison hat der EHF entschieden, dass die Vereine unter anderem für LED-Banden hinter den Toren, einen blauen Hallenboden für die Gruppenspiele sowie die Produktion eines Livestreams sorgen müssen.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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