HANDBALL

Schwerer Rückschlag im Rennen um die Top 8

Schwerer Rückschlag im Rennen um die Top 8

Schwerer Rückschlag im Rennen um die Top 8

Sonderburg/Sønderborg
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Das Spiel in einem Bild zusammengefasst: Der Ball neben dem Tor – SønderjyskE am Boden. Foto: Karin Riggelsen

Wie schon im Hinspiel legte SønderjyskE einen katastrophalen Start gegen Lemvig-Thyborøn hin. Von der Meisterschaftsrunde spricht keiner mehr.

Diese Niederlage kann sich im Kampf um die Top-8-Platzierungen noch als sehr teuer herausstellen.

Mors-Thy Håndbold hat die Möglichkeit, im kommenden Spiel auf vier Punkte davonzuziehen, bei nur vier verbleibenden Spielen.

Doch so wie SønderjyskE sich beim 18:26 gegen Lemvig-Thyborøn präsentiert hat, müssen sich die Hellblauen nach unten orientieren.

„Ich bin schockiert. Ich erkenne meine Mannschaft nicht wieder. Das ist nicht das Team, das vor ein paar Wochen so stark gegen Aalborg und Århus gespielt hat“, sagte Trainer Kasper Christensen nach dem Spiel. „Ich bin schockiert darüber, wie weit wir von den Leistungen jetzt entfernt sind. Man kann auch nicht mehr von Schwingungen sprechen, denn wir bewegen uns gar nicht mehr weg von den schlechten Leistungen. Ich bin sehr enttäuscht und traurig“, so Kasper Christensen.

Wiederholung des Hinspiels

Schon im Hinspiel lag SønderjyskE schnell mit 4:10 zurück. Das sollte am Freitagabend anders werden. Wurde es aber nicht. Exakt wie im Hinspiel auch lag das Team von Trainer Kasper Christensen nach zwanzig Minuten mit 4:10 zurück.

Es dauerte zehn Minuten, bis SønderjyskE zu seinem ersten Treffer kam. Ganz im Gegensatz zu Lemvig-Thyborøn, die alles trafen. Josip Cavar hielt nur zwei Bälle, bis er nach 17 Minuten ausgewechselt wurde.

SønderjyskE kämpfte, scheiterte aber immer wieder an den eigenen Unzulänglichkeiten. Sei es ein überhasteter Wurf, als noch zwanzig Sekunden in Überzahl zu spielen waren, oder einfache Pässe, die direkt in die Hände der Gegner gerieten.

Der Torwart von Lemvig-Thyborøn hatte mit 47 Prozent gehaltener Bälle zwar eine tolle Quote, aber oftmals musste er gar nicht eingreifen, weil die Spieler von SønderjyskE den Ball nicht aufs Tor brachten.

„Es ist wahnsinnig schwierig zu beschreiben, was heute schief gelaufen ist“, sagte Aaron Mensing nach der Partie. „So schlecht haben wir gar nicht angefangen, finde ich. Wir liegen 5:0 zurück und vergeben unglaublich viele 100-prozentige Chancen. Die Spieler von Lemvig treffen einfach alles, obwohl wir gut und lange in der Abwehr stehen. Die Chancenverwertung ist schon die ganze Saison über unser Problem und deshalb stehen wir auch verdient, wo wir gerade stehen. Es fällt mir echt schwer, das zu sagen, weil wir eine gute Mannschaft sind und auch schon tolle Spiele gezeigt haben. Aber wenn wir so spielen wie heute, wird es keine Meisterschaftsrunde für uns geben“, sagte Aaron Mensing.

Aaron Mensing blieb auch unter seinen Möglichkeiten. Foto: Karin Riggelsen

Nur einer erreichte Normalform

Nach Meisterschaftsrunde sah es in diesem Spiel nie aus. Doch Hoffnung bestand noch unter den Zuschauern, schließlich hatte sich SønderjyskE im Hinspiel auch in der zweiten Hälfte noch einen Punkt erkämpft.

Dieses Mal konnten sie sich nicht aufbäumen. Der einzige Spieler, der an Normalform herankam, war Kristian Dahl Pedersen, der in der zweiten Hälfte 50 Prozent gehaltene Bälle vorweisen konnte.

Doch vorne wurden weiter reihenweise Würfe vergeben.

Mit 18 Toren gewinnt man keine Handballspiele – weder in der Meister- noch in der Abstiegsrunde.

„Das war ein eiskalter Eimer Wasser für uns. Ich muss mir am Wochenende etwas einfallen lassen, wie wir da wieder raus kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir mit diesen Leistungen in die Top 8 kommen. Das ist gerade nicht unser Thema. Aber damit endet es ja nicht. Denn wenn wir nicht in die Meisterschaftsrunde kommen, dann müssen wir die Abstiegsrunde spielen. Das ist dann unsere nächste Aufgabe. Wir müssen uns irgendwie wieder aufrichten, aber es ist verdammt schwierig gerade“, sagte ein sichtlich beunruhigter Trainer Kasper Christensen.

Weiter geht es am kommenden Mittwoch, wenn es zum Auswärtsspiel nach Holstebro geht.

SønderjyskE – Lemvig-Thyborøn Håndbold (10:14) 18:26

SønderjyskE: Kristian Dahl Pedersen, Josip Cavar – Rasmus Bertelsen, Sveinn Johansson (1), Jon Lindencrone Andersen, Oliver Nøddesbo Eggert, Oskar Sunnefeldt (1), Kasper Olsen (1), Lasse Hamann-Boeriths (2), Aaron Mensing (3), Mikkel Møller (2), Arnar Birkir Halfdansson (1/1), Frederik Ladefoged (1), Frederik Børm (4), Alec Smit (2).

Lemvig-Thyborøn Håndbold: Ronnie Nicolaisen, Shadrach Amie Nsoni – Jacob Østergaard (1), Mark Nikolajsen (4), Mads Thymann (11), Nicolai Pugholm, Jonas Langerhuus (1), Mathias Porsholdt, Nicolaj Spanggaard (3), Mikkel Mortensen, Jørgen Rasmussen (3), Jesper Kokholm (3/2), Christian Holm, Rasmus Porup, Pelle Schilling.

Zeitstrafen: 0:2. Siebenmeter: 2:2. Schiedsrichter: Nicklas Mark Pedersen, Nichlas Nygaard. Zuschauer: 1.917.

Mikkel Møller Foto: Karin Riggelsen
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