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Nicki Thiim: Von Alsen nach Le Mans

Nicki Thiim: Von Alsen nach Le Mans

Nicki Thiim: Von Alsen nach Le Mans

Augustenburg/Augustenborg
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Nicki Thiim (l.) und sein langjähriger Partner Marco Sørensen in Le Mans 2018 Foto: Sommer Jan / Ritzau Scanpix

Es ist der Traum eines jeden Kindes, das auf der Rennbahn des „Sønderborg Racing Center“ seine Runden dreht: einmal in Le Mans starten. Einmal das 24-Stunden-Rennen fahren. Einmal Nicki Thiim sein.

Der 30-jährige gebürtige Sonderburger hat es geschafft: Heute wird er zum sechsten Mal bei dem legendären Rennen in Le Mans an den Start gehen. Mit seinem festen Partner Marco Sørensen fährt er für das englische Team „Aston Martin Racing“.

Seine Karriere begann als Elfjähriger hier auf dieser Anlage; zu dieser Zeit hieß sie noch „Als Gokart Center“. Schon in seinem ersten Jahr wurde er Clubmeister in der Kart Formel Junior und erreichte Platz 11 in der Jysk/Fynsk Meisterschaft.

Wo das Interesse und das Talent herkommen, ist nicht von der Hand zu weisen: Nickis Vater Kurt Thiim kann auf eine lange Motorsportkarriere zurückblicken. 1984 wurde der Woyenser Deutscher Meister in der Formel 3. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans ging er 1991 an den Start – musste allerdings wegen eines Motorschadens aufgeben.

Sein Sohn Nicki hatte bisher mehr Glück – er konnte seine fünf Auftritte alle beenden. Das erhofft er sich natürlich auch von der diesjährigen Auflage und freut sich auf ein Rennen, bei dem ordentlich Gas gegeben werden kann:

„70 Prozent in Le Mans gehen Vollgas. Da braucht man auf jeden Fall eine Kiste, die gut auf der Geraden geht. Aber natürlich muss man auch einigermaßen flott durch die Porsche-Kurven kommen“, erklärt Thiim einen der letzten echten Hi-Speed-Kurse gegenüber Speedweek Online.

Der neue Aston Martin Vantage des dänischen Gespanns scheint gut auf die Strecke eingestellt: Marco Sørensen fuhr im Qualifying die schnellste Runde und verschaffte dem Team somit die Pole Position. Er fuhr die 13,626 Kilometer lange „Circuit de la Sarthe“ in 3:50.812 Minuten.

Das Besondere an der Strecke in Le Mans: Etwa zwei Drittel bestehen aus öffentlichen Landstraßen, die extra für das Rennen abgesperrt sind. Aston Martin gewann zuletzt vor 60 Jahren den Titel; Nicki Thiim will alles dafür tun, um ein perfektes Jubiläum hinzulegen. Die Vorzeichen sehen gut aus für den Nordschleswiger; klare Favoriten gibt es bei dem Rennen in der GTE-Pro-Klasse nicht.

Die legendären 24 Stunden von Le Mans beginnen am Sonnabend um 15 Uhr – und im kleinen Sønderborg Racing Center wird man das Rennen sicher ganz genau mitverfolgen.

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