Schleswig-Holstein & Hamburg

Garg: Hausärzte sollten rasch gegen Corona impfen

Garg: Hausärzte sollten rasch gegen Corona impfen

Garg: Hausärzte sollten rasch gegen Corona impfen

dpa
Kiel (dpa/lno) -
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Heiner Garg (FDP), Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg ist dafür, dass so schnell wie möglich die niedergelassenen Ärzte mit einem dafür geeigneten Impfstoff Impfungen gegen Corona übernehmen. «Das kann man aufgrund der Lager- und Transporteigenschaften definitiv mit dem Astrazeneca-Impfstoff», sagte der FDP-Politiker am Freitag in Kiel. «Es macht aber auch keinen Sinn, zu wenige Impfdosen auf zu viele Ärzte zu verteilen.» Dann bekäme bundesweit jeder Arzt vielleicht fünf Impfdosen. Das müsse aber ein ausgewogenes Verhältnis sein. «Dann ist es, glaube ich, schon richtig, so schnell wie möglich ins Regelsystem überzugehen», sagte Garg angesichts des bisherigen Mangels an Impfstoff insgesamt. Regelsystem bedeutet, dass die Hausärzte impfen. Derzeit geschieht das überwiegend in Impfzentren.

Im Hinblick auf die Gesundheitsministerkonferenz am Montag sagte Garg, zunächst müsse aufgeklärt werden, wie zuverlässig die Lieferzusagen von Astrazeneca und den anderen Herstellern für das zweite Quartal seien. «Davon hängt ganz entscheiden ab, wie schnell man beispielsweise auch ins Regelsystem übergehen kann, jedenfalls mit Teilen der Impfstoffe.»

Laut Robert Koch-Institut wurden in Schleswig-Holstein bis Donnerstag gut 221 000 Dosen verimpft, davon 13 300 von Astrazeneca. Die Impfquote bei den Erstimpfungen beträgt im Norden 4,6 Prozent, das ist der neunthöchste Wert aller Bundesländer. Bei den Zweitimpfungen sind es 3,0 Prozent; hier liegt nur Rheinland-Pfalz mit 3,3 Prozent höher.

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