Leserinnenbeitrag

Der Heimatwanderclub startete in Seth ins neue Jahr

Heimatwanderclub startete in Seth ins neue Jahr

Heimatwanderclub startete in Seth ins neue Jahr

Gudrun Struve
Seth/Sæd
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Das Wetter meinte es mit den Teilnehmenden zum Jahresauftakt nicht sonderlich gut. Foto: Privat

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Der Heimatwanderclub hat im Raum Seth sein neues Wanderjahr gestartet. Gudrun Struve berichtet vom Auftakt.

Am Dienstag, 16. April, stand die erste Wanderung des Jahres auf dem Plan des Wanderclubs. 27 Teilnehmende fanden sich am vereinbarten Treffpunkt in Seth (Sæd) ein. Die meisten von uns verbinden diesen Ort mit dem Grenzübergang nach Deutschland. So waren wir überrascht, wie gemütlich und ansprechend dieser kleine Ort mit seinen ca. 200 Einwohnern anmutet. Man sieht schöne alte Häuser, hohe Bäume und Straßen, die auch mal um die Kurve gehen und nicht nur geradeaus. Wir begannen unseren Rundgang am „Byens Torv“. Darunter stellt man sich eigentlich einen gepflasterten Marktplatz vor. Aber hier fanden wir eine schöne, grüne, gepflegte Wiese vor, mit Spielgeräten, Sitzbänken und vielen Sheltern zum Übernachten.

Ortskundiger erzählt

Christian Andresen, seit 30 Jahren wohnhaft in Seth, empfing uns hier und berichtete über die Entwicklung des Dorfes in den letzten 10 Jahren. Es begann damit, dass eine Windmühlenfirma sechs Windräder in der Nähe des Dorfes aufstellen wollte.

Die Bürgerinnen und Bürger wurden auf ein Informationstreffen der Mühlenfirma eingeladen, und es wurde ihnen ein lukratives Angebot gemacht. Zunächst musste ein Bürgerverein gegründet werden. Daraufhin wurden dem Verein mehrere Millionen Kronen für die Einwilligung zur Aufstellung der Windräder zugesagt. Zudem kommen jährlich weitere hohe Geldbeträge hinzu, solange die Mühlen dort stehen. Das Geld soll ausschließlich zur weiteren Entwicklung des Dorfes und zum Nutzen der Bürger angelegt werden. So hat man in diesem Zusammenhang die Wiese im Zentrum des Dorfes erwerben können, um dort einen Treffpunkt für Groß und Klein zu errichten.

Die Sether Windmühlen

Mit diesem Wissen begaben wir uns auf die Wanderung durch die vom Regen nassen Felder, bis in die Nähe der sechs Sether Windmühlen. Hier erfuhren wir zu unserer Verwunderung, dass diese in der Lage sind, alle privaten Hausstände Tonderns mit Strom zu versorgen.

Christian Andresen berichtete über die Entwicklung in Seth. Foto: Privat

Auf halber Strecke besuchten wir eine Infohütte, wo man sich über Windenergie informieren kann.

Auf dem Rückweg erblickten wir dunkelblaue schwere Wolken, die von Norden her auf uns zukamen, während im Westen die Sonne kurz vor dem Untergehen war. Wir waren uns darüber einig, dass Emil Nolde seine Freude an diesem Farbenspiel des Himmels gehabt hätte.

Museum im alten Gefrierhaus

Wieder im Ort angekommen, begaben wir uns in das ehemalige Gefrierhaus, in dem sich heute ein kleines Museum befindet. Hier kann man sich Bilder und Texte zur Geschichte dieser Häuser, die um 1940 in vielen Dörfern gebaut wurden, ansehen. Zusätzlich ist hier auch eine kleine Bierbrauerei eingerichtet, wo Sether Vereinsmitglieder ihr eigenes Bier brauen können. Für uns gab es sogar eine Geschmacksprobe, die sehr gut angenommen wurde.

Nach einem informativen Abend, mit einem aprilfrischen Spaziergang, machten wir uns auf den Heimweg.

Am Dienstag, 30. April, treffen wir uns um 19 Uhr zu einem Rundgang um den Gravensteiner Schlosssee. Treffpunkt ist der Parkplatz am Feldstedvej, kurz vor dem Schloss.

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Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Zum Tode von Günter Weitling – Seelsorger und Seele“