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Vesterkroen in Mögeltondern stand lichterloh in Flammen

Vesterkroen in Mögeltondern stand lichterloh in Flammen

Vesterkroen in Mögeltondern stand lichterloh in Flammen

Mögeltondern/Møgeltønder
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Die Feuerwehr räumt nach dem Brand auf. Foto: Brigitta Lassen

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Der historische Gasthof brannte bis zur Hälfte nieder. Eine zu neugierige Frau wollte trotz sieben Aufforderungen die Anweisungen der Feuerwehr und Polizei nicht befolgen. Die Brandursache ist geklärt: Ein Topf mit heißem Speiseöl fing Feuer.

Am Sonntagabend sind Teile des Vesterkroen in Mögeltondern ein Raub der Flammen geworden. Viele Feuerwehrleute versuchten, das Feuer aus der Luft und von unten zu bekämpfen. Dennoch brannte der frühere Gasthof, in dem heute Mietwohnungen eingerichtet sind, zu 50 Prozent nieder. Die Nachricht vom Brand ging um 21.50 Uhr bei der Polizei ein.

Der Großbrand lockte Schaulustige an. Eine Frau war zu neugierig und überschritt die Absperrung. Siebenmal wurde sie von der Feuerwehr und der Polizei aufgefordert, hinter die Absperrung zu gehen. Dieser Aufforderung widersetzte sie sich und wird dafür zur Rechenschaft gezogen, erklärt die Polizei.

Der eine Flügel des ehemaligen Krugs ist gänzlich zerstört, doch auch die zweite Hälfte ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Foto: Brigitta Lassen

Der Sprecher der Polizei für Nordschleswig und Südjütland, Thomas Berg, berichtete am Montagvormittag, dass ein Topf mit heißem Speiseöl Feuer gefangen hatte, als ein Bewohner Essen machte. Beim Versuch, selbst die Flammen zu löschen, zog sich der 57-jährige Mieter Brandverletzungen an einer Hand zu. Er war die einzige Person, der sich im Krug aufhielt.

Berg wollte im Gegensatz zu seinem Kollegen, der die Frühschicht hatte, nicht bestätigen, dass dem Mann unvorsichtiger Umfang mit Feuer angelastet werden würde. „Mir ist gesagt worden, dass ich dazu nichts sagen darf“, so Berg.

Einen traurigen Anblick bot der Vesterkroen am Montagmorgen. Foto: Brigitta Lassen

Einige Bewohnerinnen und Bewohner der Schlossstraße, darunter auch mehrere, die ein Haus mit Reetdach besitzen, verfolgten verängstigt das Geschehen an der Brandstelle. Sie hielten sich wie vorgeschrieben hinter der Absperrung auf.

Bis spät in die Nacht zogen sich die Löscharbeiten hin. Am Montagmorgen waren Feuerwehrleute dabei, die Straße von zerschlagenen Dachziegeln zu säubern. Der Verkehr konnte zu diesem Zeitpunkt wieder normal laufen.

Im Krug sind neben den Mietwohnungen auch größere Ferienzimmer (Suiten) für Gäste des Schlosskruges eingerichtet, der vom Schackenborg-Fonds betrieben wird. Vor einigen Jahren wurde das Gebäude umfassend renoviert. Es befindet sich im Besitz der Immobiliengesellschaft Stenbjerg Ejendomme des Geschäftsmanns Hans Michael Jebsen aus Hongkong. Er besitzt mit Prinz Joachim auch den Schlosskrug. Der Eigentümer sei schon früh über den Brand informiert worden, teilte ein Mitarbeiter des Schlosses am Montagmorgen mit.

Der ehemalige Krug brannte lichterloh. Foto: Brigitta Lassen

Der am Sonntagabend diensthabende Einsatzleiter von Brand og Redning, Kenneth Achner, konnte erst am Montagmorgen um 7.30 Uhr ins Bett gehen. Er wurde von seinem Kollegen Per Frandsen abgelöst. Dieser schickte die letzten vier Feuerwehrleute aus Wiesby (Visby) nach beendeten Aufräumarbeiten um 9.30 Uhr nach Hause. Sie waren vor Ort, auch um mögliche letzte Brandnester zu finden und zu löschen.

Nach dem Briefing ins Bett

Am Löscheinsatz waren die Feuerwehren aus Tondern, Hoyer (Højer) und Wiesby beteiligt, unterstützt von Kollegen aus Bredebro und Lügumkloster (Løgumkloster) mit zusätzlichen Löschfahrzeugen. Die Bereitschaftsbehörde half mit dem Nachfüllen von Wasser.

Der Verbrauch war so hoch, dass in den Haushalten nur wenige Tropfen aus dem Wasserhahn tropften. Zudem waren ein Krankenwagen und die Polizei am Brandort. Wie viele Einsatzkräfte beim Löschen beteiligt gewesen sind, konnte Per Frandsen nicht sagen. „Das habe ich Kenneth nach dem Briefing nicht gefragt. Er wollte so schnell wie möglich ins Bett.“

Nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner waren am Sonntagabend ins Bett gegangen, sondern schauten sich den Löscheinsatz der Feuerwehrleute an. Foto: Brigitta Lassen

Der sogenannte Stern in Mögeltondern, wo die Schlossstraße, der Højervej, der Møllevej und die Sønderbygade aufeinanderstoßen, war die ganze Nacht bis morgens um 7.30 Uhr für den Verkehr geschlossen.

Der Artikel wurde mit den vier letzten Abschnitten aktualisiert.

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