Wahlen 2017 - Endergebnis in Tondern

Tondern: SP verliert Mandat – Frandsen gewinnt Wahl

Tondern: SP verliert Mandat – Frandsen gewinnt Wahl

Tondern: SP verliert Mandat – Frandsen gewinnt Wahl

cvt/mon
Tondern/Tønder
Zuletzt aktualisiert um:
Jørgen Popp Petersen
Jørgen Popp Petersen Foto: Karin Riggelsen

In Tondern will der Spitzenkandidat der Schleswigschen Partei, Jørgen Popp Petersen, auch mit Stimmenverlusten weiter „maximal liefern“.

Das Ergebnis der Auszählung zeigt in der Kommune Tondern deutliche Verluste für die Schleswigsche Partei (SP). 1.245 Wähler stimmten für die Partei der deutschen Minderheit. 2013 waren es noch 1.612 – aber 2009 nur 1.011.
Die Partei verliert das eine der drei Mandate.

„Wir sind letztes Mal von rund 1.000 auf 1.600 Stimmen gewachsen. Diese Wähler sind ja keine Stammwähler“, sagt Popp zum Nordschleswiger. Er erklärt sich den Rückgang auch damit, dass er vor vier Jahren „ein deutliches Profil mit den Randstreifen hatte“. Zudem sei „die neue Bürgerliste eine Alternative“, die im selben Wählerspektrum agiere wie die SP. Die Borgerlisten kam auf 950 Stimmen und gewann ein Mandat.

Trotz der Verluste will Popp weiter im Stadtrat vollen Einsatz zeigen: „Man muss maximal liefern, egal wie das Wahlergebnis ausgeht!".

Wahlsieger Venstre

Wahlsieger ist Venstre mit 9.459 (+312) Stimmen. Für Bürgermeister Henrik Frandsen und seine Parteifreunde gibt es ein Zugewinn von einem Mandat, womit sie es auf 15 Sitze bringen. „Es gibt eine sehr große und breite Rückendeckung, dass ich als Bürgermeister weiter mache“, erklärte Frandsen in der Wahlnacht.

Die Sozialdemokratie mit Frontfigur Peter Christensen, der ein Comeback startete, muss ein Mandat abgeben und rutscht auf sechs Sitze ab. Die Dänische Volkspartei bleibt bei drei Mandaten. Trotz herber Verluste um mehr als der Hälfte der Stimmen bleibt der Liberalen Allianz mit 582 Stimmen ihr Mandat erhalten.

Die Konservative Volkspartei sicherte sich im Tonderner Stadtbereich Stimmen und flog doch nicht raus, obgleich es lange darauf hindeutete. Die Sozialistische Volkspartei, bei der 2013 zwei der drei Sitze kippten, zieht als Einmann-Partei ein.

Der frühere SFer Henrik Møller, wechselte bekanntlich zur Alternative, die den Einzug aber nicht schafft. Die Einheitsliste kann trotz rückläufiger Stimmen ihren Stuhl halten. Außen vor bleiben die Radikalen, die Neuen Bürgerlichen und die Christdemokraten.

Freude bei Tonderns Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre): „Ich bin ein froher Mann“, erklärte er, als am späten Dienstagabend feststand, dass seine Partei zu den Wahlsiegern gehört und ein Mandat zulegen konnte.

„Ich hatte darauf gebaut, dass wir unsere Mandatszahl halten, von daher bin ich zufrieden und freue mich über den Gewinn“, so Frandsen, der noch am Wahlabend die Verhandlungsgespräche mit den übrigen Parteien in Angriff nahm. „Ich werde mit allen Parteien sprechen“, kündigte er mit Blick auf die anderen acht Parteien an. Er wird als Bürgermeister weiter machen können – einen Stuhl den er erbte, als sein Vorgänger Laurids Rudebeck plötzlich verstarb.

Mandatsverteilung:

Venstre: 15
Sozialdemokraten: 6
DF: 3
SP: 2
Borgerliste: 1
SF: 1
LA: 1
Kons.: 1
Einheitsliste: 1

Der neue Kommunalrat:

1. Henrik Frandsen (Venstre), 2. Mette Linnet Bossen (Venstre), 3. Peter Christensen (Sozialdemokraten), 4. Irene Holk Lund (Sozialdemokraten), 5. René Andersen (Venstre), 6. Jørgen Popp Petersen (SP), 7. Bent Paulsen (DF), 8. Flemming Gjelstrup (Sozialdemokraten), 9. Allan Skjøth (Venstre), 10. Leif Høeg Jensen (Venstre), 11. Kim Printz Ringbæk (Sozialdemokraten), 12. Bo Jessen (Venstre), 13. Mathilde Zielfeldt (SF), 14. Louise Thomsen Terp (SP), 15. Jens Møller (Venstre), 16. Jan Voss Hansen (DF), 17. Eike Albrechtsen (Sozialdemokraten), 18. Anita Uggerholt Eriksen (Venstre), 19. Mathias Knudsen (Venstre), 20. Thomas Ø. Jørgensen (Bürgerliste), 21. Preben Linnet (Venstre), 22. Claus Hansen (Liberale Allianz), 23. Henning Gad (Sozialdemokraten), 24. Poul Erik Kjær (Venstre), 25. Harry Sørensen (DF), 26. Daisy Dahl (Venstre), 27. Jesper Steenholdt (Venstre), 28. Holger Petersen (Einheitsliste), 29. Anette Abildgaard Larsen (Konservative), 30. Susanne Linnet (Venstre).

Mehr lesen