Deutsche Minderheit

Tondern: Sozialdienst und die Kommune formalisieren ihre Zusammenarbeit

Tondern verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst

Tondern verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst

Tondern/Tønder
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Fünf Frauen, eine Absprache: Die Abteilungsleiterin des Sozialdienstes Nordschleswig, Ursula Petersen (vorne links), und die Vorsitzende des Sozialausschusses, Barbara Krarup Hansen (r.), im Hintergrund die beiden Familienberaterinnen Ilka Jankiewicz und Linda S. Knudsen sowie die Vorsitzende des Sozialdienstes Nordschleswig, Gertraudt Jepsen (v. l.) Foto: Kommune Tondern

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Eine zunächst auf zwei Jahre befristete Absprache gilt der Unterstützung von Mitgliedern der deutschen Minderheit und aus Deutschland Zugezogenen. Der kommunale Jahreszuschuss wird von 50.000 auf 75.000 Kronen aufgestockt. Der Sozialdienst wird seine Arbeit zu Papier bringen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Kommune Tondern und den Sozialdiensten an der Westküste (in Tondern, Lügumkloster und Hoyer) läuft bereits gut. Viermal im Jahr tauscht man sein Wissen schon jetzt miteinander aus. Die Kommune unterstützt die Arbeit jährlich mit 50.000 Kronen. 

Jetzt wird die Zusammenarbeit in einer neuen Absprache formalisiert und die Arbeit und Aufgaben des Sozialdienstes zu Papier gebracht. Dafür gibt es 25.000 Kronen mehr von der Kommune.

„In den drei anderen Kommunen in Nordschleswig haben wir Ähnliches bislang nicht. Dort finden auch sehr viel weniger Treffen statt. Es wäre spannend, wenn man dort so weit kommen könnte wie in Tondern“, meint Sozialdienst-Abteilungsleiterin Ursula Petersen.

Kommune Tondern ist proaktiv

„Die Kommune Tondern nimmt in dieser Hinsicht eine proaktive Rolle ein. Sie ist auf uns zugekommen und nicht umgekehrt. Man ist uns und unserer Arbeit positiv gewogen. Wir wollen in schriftlicher Form verdeutlichen, was wir und unsere Familienberaterinnen alles leisten, und das ist schon eine ganze Menge“, unterstreicht die Leiterin des Sozialdienstes. Bei den Treffen mit der Kommune komme es auch zu einem Gedanken- und Wissensaustausch über das, was sich in der Kommune bewegt.

Ursula Petersen (l.) und Barbara Krarup Hansen unterschreiben den Vertrag. Foto: Kommune Tondern

In der Absprache heißt es, dass der Sozialdienst mit seiner Beratung Bürgerinnen und Bürger – seien es Jugendliche, ältere Menschen oder Familien – aus der deutschen Minderheit unterstützen soll, mit dem Ziel, dass Hilfe zur Selbsthilfe wird. Mit der Absprache wünschen sich beide Seiten die Unterstützung von sozial benachteiligten und schwachen Menschen.

Vorbeugung von Einsamkeit

Besonderer Wert wird darauf gelegt, Gemeinschaften in allen Altersgruppen zu schaffen, um Einsamkeit vorzubeugen. Gleichzeitig solle beim Aufbau einer guten Nachbarschaft mit Fokus auf Kulturverständnis und Sprache geholfen werden. 

Doch die Absprache, die Ursula Petersen als Anerkennung der geleisteten Arbeit ansieht, umfasst nicht nur die Beratung von Mitgliedern der deutschen Minderheit. Auch den deutschen Zuzüglerinnen und Zuzüglern soll unter die Arme gegriffen werden. Die Weitervermittlung der dänischen Kultur und eine gute Integration stehen dort im Vordergrund.

Dänisch lernen ist wichtig

„Wir sagen den Zugezogenen immer wieder, wie wichtig es ist, Dänisch zu lernen. Auch müssen wir für Verständnis für die in Dänemark weit fortgeschrittene Digitalisierung werben“, berichtete Ursula Petersen aus der täglichen Arbeit des Familienberatungsteams.

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