Kommunalpolitik

Stadtratskandidaten aus Weihnachtskalender hervorgezaubert

Stadtratskandidaten aus Weihnachtskalender hervorgezaubert

Stadtratskandidaten aus Weihnachtskalender hervorgezaubert

Tondern/Tønder
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Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei) gratulierte den beiden Bürgerlisten-Kandidaten Neel Rudebeck und Thomas Ørting Jørgensen zum Wahlergebnis. Nur für die beiden Männer reichte es, in den Stadtrat zu ziehen. (Archiv) Foto: Elise Rahbek

Die Bürgerliste hat drei junge Menschen als erste aus dem „Sack gelassen“. Die Bürgermeistertochter Neel Rudebeck ist wieder dabei. Auch Thomas Ørting Jørgensens Sohn mischt mit.

Mit einem elektronischen Weihnachtskalender auf ihrer Facebook-Seite verrät die Bürgerliste (Borgerlisten), wer für sie im November 2021 bei der Kommunalwahl kandidieren wird. Die Liste um ihren Vorsitzenden Lars Thomsen verspricht sich durch den Streit bei Venstre, mit mehr als nur einem Kandidaten in den Tonderner Stadtrat zu ziehen. Die Bürgerliste ist zurzeit mit Thomas Ørting Jørgensen im Stadtparlament vertreten.

Politikersohn Carl Ørting Jørgensen kandidiert erstmals. Foto: Borgerlisten

Dessen Interesse für Politik scheint an seinen Sohn Carl übertragen worden zu sein. Der junge Mann besucht zurzeit noch die 2 G am Tonderner Gymnasium. Er will frischen Wind in den Stadtrat bringen, wo das Durchschnittsalter hoch sei. Die jetzigen Politiker könnten nicht die Interessen der jungen Leute vertreten. Deswegen sei Bedarf für neue Kräfte. Er kandidiert erstmals.

Für Clara Lorenzen Kjærgaard ist es die erste Kandidatur. Foto: Borgerlisten

Neu in der Politik ist auch Clara Kjærgård aus Bröns (Brøns), die wie Carl Ørting Jørgensen die 2 G am Gymnasium besucht. Sie war dabei, als seinerzeit die Jugendbewegung Den Grønne Ungdom gestartet wurde. Dort arbeitete sie auch Neel Rudebeck zusammen, Tochter des im Jahr 2016 verstorbenen Bürgermeisters Laurids Rudebeck (Venstre). Sie kandidiert erneut für die Bürgerliste. Vor drei Jahren schaffte sie es auf Anhieb, 257 persönliche Stimmen zu erzielen. Die Bürgerliste ging 2017 erstmals ins Rennen und kam insgesamt auf 950 Stimmen.

Neel Rudebeck hofft, dass ihre Partei bei der kommenden Wahl mehr als nur das eine Mandat gewinnen wird. Auch sie macht sich stark für die grüne Umstellung, Arbeitsplätze und eine Weiterentwicklung des ländlichen Raums.

Neel Rudebeck versucht es ein zweites Mal. Foto: Borgerlisten

Bis Freitag, 4. Dezember, waren bislang nur drei Namen aus dem Sack gelassen. Die „leeren“ Türchen sind ohne Kandidaten, aber mit Informationen gefüllt. Ansonsten hätte die Bürgerliste bis Heiligabend gleich 24 Kandidaten aus dem Kalender zaubern müssen. Lars Thomsen bezeichnet den Kalender als das Weihnachtsgeschenk der 102 Mitglieder zählenden Bürgerliste an die Bürger.

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