Stromausfall

„Es ging wirklich gar nichts mehr"

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Röm/Rømø
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Ein Feuer im Hjemsted Oldtidspark zerstörte eine Hütte und beschädigte eine Hochspannungsleitung. Dann ging auf Röm das Licht aus. Foto: Betina Skjønnemand/Jydske Vestkysten

Ein Frühstücksfeuer zerstörte im Hjemsted Oldtidspark eine Eisenzeithütte und beschädigte eine Hochspanungsleitung. Die Folge: Auf Röm gingen die Lichter aus, die Kaffeemaschinen und und und. Durch das Feuer wurde niemand verletzt.

Auf der Insel gingen die Lichter aus. Und die Kaffeemaschinen. Und die Kassenautomaten. Und die Kühlschränke. Urlauber Kay Fleth hatte sich seinen Morgen irgendwie anders vorgestellt. Weder wollte sich die Kaffeemaschine in Gang setzen lassen, noch kam Wasser aus Wasserhahn oder Dusche. „Es ging wirklich gar nichts mehr. Alles war aus. Gut, dass wir im Urlaub sind, da nimmt man sowas ruhiger“, so Kay Fleth.

„Chaos pur"

Für Kaufmann Peter Nissen von Den Gamle Købmandsgård in Mölby bedeutete der Stromausfall „Chaos pur“, wie er gestern Nachmittag berichtete. „Wir saßen plötzlich völlig im Dunkeln und keiner wusste, warum. Die Kunden kamen und wollten ihre Brötchen kaufen und waren natürlich total überrascht“, erzählt der Supermarktbetreiber. Man habe das Bezahlen mit UPS-Technik zunächst überbrücken können. „Wir sind auf der Insel auf ein unstabiles Strom- und Internetnetz einigermaßen eingestellt. Aber so lange war der Strom noch nie weg, ich habe schnell nach einem Notstromgenerator herumtelefoniert – und nach Benzin. Denn die Tanksäulen an den Tankstellen gingen ja auch nicht mehr“, berichtet Peter Nissen.

Mögliche Brandursache: Offene Feuerstelle im Haus

Die Polizei für Südjütland und Nordschleswig ging gestern davon aus, dass der Brand an einer offenen Feuerstelle innerhalb des Gebäudes entstanden ist. Der Park bietet in den Sommerferien Urlaub in Eisenzeit-Hütten an. In dem Gebäude hatte laut Einsatzleiter eine Familie von Fünen übernachtet. Am Morgen hatte diese ein Feuer geschürt und der Hof kurz verlassen – woraufhin die Flammen hochschlugen und sich ausbreiteten.

An das geltende Feuerverbot wegen der Trockenheit habe man sich im ganzen Park gehalten, so Parkdirektor Søren Hansen. „Allerdings gibt es in den Gebäuden selbst kleine offene Feuerstellen, wo weiterhin mit Feuer gekocht werden darf. Ob das tatsächlich der Brandherd war, muss die Polizei nun feststellen“, so Hansen, der froh ist, dass weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen sind. Er ging am Sonntagnachmittag fest davon aus, dass der Park am Montag wieder öffnet.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“