Brütende Vögel

Bitte nicht stören!

Bitte nicht stören!

Bitte nicht stören!

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Röm/Rømø
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Søren Breiting

Eine große Gemeinschaftskampagne verschiedenster Akteure soll brütende Strandvögel auf Röm künftig vor unachtsamen Gästen schützen.

Die Strände von Röm bieten menschlichen Inselgästen reichlich Platz und Gelegenheit für aktive Entfaltung. Allerdings werden die Strände auch von mehreren Vogelarten als Brutstätte genutzt. Es ist Platz für alle: Vögel und Menschen. Eine große Informationskampagne von Kommune Tondern, Nationalpark Wattenmeer, Naturbehörde, dem Ornithologenverein, dem Touristenverein sowie den beiden Röm-Vereinen „Rømøforeningen“ und „Venner af Rømøs Natur“ soll die Strandvögel vor unachtsamen menschlichen Gästen schützen.

Rücksichtnahme ist hier das Schlagwort. Vor allem Strandregenpfeifer, Seeschwalbe und Strandelster legen ihre Nester auf den Stränden der Nordseeinsel an – in der Regel aber etwas weiter oben am Strand, um vor dem Wasser geschützt zu sein. Menschen sollten deshalb ihre Spaziergänge so dicht am Wassersaum wie möglich durchführen. Hunde sind auf Röm willkommen, müssen von April bis Oktober aber mit Rücksicht auf die Brutvögel angeleint sein.

Vogelwelt erhalten

„Eine reichhaltige Vogelwelt erfreut uns doch alle. Wollen wir sie erhalten, dann sind gute Brutbedingungen erforderlich. Das erfordert aber gar nicht so viel. In Wirklichkeit müssen wir Menschen nur etwas aufmerksamer sein und versuchen, die Vögel nicht zu stören“, sagt Martin Iversen, Kontaktperson des Ornithologenvereins zur Kommune Tondern und Mitglied des hiesigen „Grünen Rates“.

„Als Kommune wollen wir natürlich gern unsere Vogelwelt schützen, weshalb wir auch die Initiative ergriffen haben, möglich viele Akteure für die Kampagne heranzuholen. Die Rückendeckung war zum Glück groß“, freut sich Christa Jørgensen von der Kommune Tondern. Sie ist nicht nur Dezernatsleiterin für den Bereich Natur und Umwelt im Rathaus, sondern ist zudem Vorsitzende des „Grünen Rates“.

Im Zuge der Kampagne wurden Infoheftchen auf Dänisch und auf Deutsch erstellt, die überall auf der Insel ausliegen werden. Kleine Videofilmchen sind gedreht worden, die über die sozialen Medien auf die Kampagne aufmerksam machen sollen. Darüber hinaus werden am Strand Schilder aufgestellt.

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