Tour-Tagebuch

Tag 3 auf dem Rad nach Brüssel – in den Niederlanden werden die Radwege besser

Veröffentlicht Geändert
Das Team Grænzland hat die Niederlande erreicht.

Die Wettergottheiten waren dem Radteam aus dem Grenzland wohlgesonnen. Kurz vor der Grenze zu den Niederlanden hat auch die Freiwillige Feuerwehr in Twist das Radteam aus dem Grenzland unterstützt.

Drei von fünf Etappen hat das „Team Grænzland“ mit der Ankunft in den Niederlanden geschafft.

Am dritten Tag müssen die Radfahrerinnen und Radfahrer ungefähr acht Kilometer mehr fahren als geplant. Baustellen sorgen für Umwege. Wie „Nordschleswiger“-Reporter Gerrit Hencke berichtet, sind alle wohlbehalten kurz nach 18 Uhr im Hotel im niederländischen Zwolle angekommen.

„Wir hatten wieder erstaunliches Glück mit dem Wetter. Wir haben sehr viel Sonne gehabt, und jetzt zum Schluss war es dann auch warm“, berichtet er nach der Ankunft.

Am Morgen ist das Team vom Hotel Heideland in der Nähe des niedersächsischen Garrel aufgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt ist von der Wärme noch wenig zu spüren.

„Es ist realtiv frisch, wir haben gerade 7 Grad. Das heißt, die meisten haben sich etwas wärmer angezogen“, so Hencke kurz vor dem Start.

Ein passendes Lied zum Aufwärmen

Vor der Abfahrt in Richtung Niederlande gibt es den täglichen Morgengesang. Leutnant Søren Meyer hatte passenderweise das Lied „Fahrrad fahr’n“ von Max Raabe ausgewählt.

Mit einem leichten Wind von hinten und von der Seite lässt es sich angenehm fahren, und nach 74 Kilometern erreicht das Team das Depot. Das Serviceteam hat sich bayerisch herausgeputzt und kündigt so bereits an, was kulinarisch gereicht werden wird.

„Das Thema ist Oktoberfest. Jetzt gibt es Kartoffelsalat, Würstchen und Brezel, passend zum Motto.“

Die Freiwillige Feuerwehr Twist hat ihren Parkplatz für das Depot zur Verfügung gestellt. Einige der Feuerwehrleute zeigen dem Team die Station und speisen auch gleich mit. Sie holen die Feuerwehrwagen für ein gemeinsames Gruppenfoto aus der Garage. Am Ende verabschieden sie die Radelnden aus dem Grenzland, indem sie das Martinshorn kurz aufheulen lassen.

Das Serviceteam ist auf Oktoberfest eingestellt.

„Das war so eine klasse Völkerverständigung, dass wir als Team so herzlich aufgenommen worden sind.“

Unterwegs kommt es zu zwei kleinen Stürzen, die jedoch glimpflich ausgehen. Radfahrer Sven ist nicht ganz aufmerksam, als der Tross vom zu zweit-Fahren auf ein Einerschlang wechselt – und lenkt sein Rad in den Graben, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Gruppenfoto mit Feuerwehr

„Vorn wurde gebremst und ich habe beschleunigt. Das war ungeschickt. Mir ist zwar nichts passiert, aber mein Ego ist angekratzt“, sagt er, als er wieder zur Weiterfahrt bereit ist.

Radfahrnation Niederlande

Kurz nach dem Depot geht es über die Grenze in die Niederlande. Und der Übergang bringt Erleichterung für die Radfahrenden. Nach vielen Schlaglöchern auf den ersten gut 70 Kilometern der Etappe, bessert sich die Lage.

„Fünf Kilometer nach der Grenze wurden die Radwege Stück für Stück immer besser und breiter“, berichtet Gerrit Hencke.

Auch insgesamt ist die Infrastruktur hier stärker als in Deutschland auf Radverkehr ausgelegt. So haben die Ampeln ein eigenen Timer, sodass Radfahrerinnen und Radfahrer erkennen können, wann sie auf Grün springt.

„Es ist ein vollkommen anderes Erlebnis als vorher – auf den ersten beiden Etappen.“