Team Nordschleswig – Æ Mannschaft

Kein Aufstieg, aber wichtige Erkenntnisse für die WM

Kein Aufstieg, aber wichtige Erkenntnisse für die WM

Kein Aufstieg, aber wichtige Erkenntnisse für die WM

Berlin
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Viele Spieler vom Team Nordschleswig werden im kommenden Monat auch als Team Denmark mit zur WM nach Mannheim fahren. Foto: Team Nordschleswig

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Die Faustballer vom Team Nordschleswig werden in diesem Jahr ziemlich sicher nicht um den Aufstieg in die 1. Bundesliga mitspielen, das steht seit dem vergangenen Wochenende fest. Trainer Peter Diedrichsen ist dennoch zufrieden und freut sich, dass sich sein Team auf hohem Niveau für die anstehende Weltmeisterschaft vorbereiten konnte.

Das Kapitel Erstligaaufstieg ist für die Faustballer vom Team Nordschleswig – Æ Mannschaft so gut wie beendet. Zwei von vier Spielen gingen am vergangenen Wochenende verloren. Eines davon gegen den direkten Konkurrenten SG Chemie Zeitz. Es ging um den zweiten Tabellenplatz. Dennoch ist Trainer Peter Diedrichsen keineswegs enttäuscht oder unzufrieden. „Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen. Wir spielen unser zweites Jahr in der 2. Bundesliga und werden in dieser Saison den dritten Platz holen. Das ist sensationell. Teams von Kauelsdorf oder Chemie Zeitz spielen seit vielen Jahren auf diesem Niveau. Dass es gegen sie schwer wird, war von Anfang an klar“, so der Trainer.

Trainer ist nicht enttäuscht

Für ihn war trotz der Möglichkeit auf die Aufstiegsrunde etwas anderes am Wochenende viel wichtiger. „Die Weltmeisterschaft steht vor der Tür. Wir haben viel ausprobiert und konnten auf hohem Niveau Spieler auf verschiedenen Positionen testen. Das war sehr gut und hat viele wichtige Erkenntnisse für die WM geliefert“, so Diedrichsen, der sich nicht weiter in die Karten schauen lassen will, welche Schlüsse er für die künftige Aufstellung ziehen konnte.

Das Wochenende in Berlin ging für die Nordschleswiger gut los. Nach einem 0:1 Rückstand konnte das erste Spiel gegen den Vorletzten vom DJK Süd Berlin noch mit 3:1 gewonnen werden. Im folgenden Spitzenspiel gegen Chemie Zeitz tat sich Diedrichsens Mannschaft dann aber deutlich schwerer. „Es war leider das schwächste Spiel des Wochenendes. Unser Problem ist weiterhin, dass wir ein extrem hohes Niveau spielen können, wir, aber wenn es nicht läuft, auch deutlich unter unsere Möglichkeiten bleiben. Einige Spieler lassen dann die Köpfe hängen und wir schaffen es nicht, aus diesem Loch wieder herauszukommen. Daran müssen wir arbeiten“, so der Trainer, der sich freut, seine Spieler auf so hohem Niveau unter Stressbedingungen testen zu können. „Die Jungs werden daran weiter wachsen. Es ist wichtig, in solche Situationen zu kommen.“

Das Team um Kapitän Thore Naujeck konnte am vergangenen Wochenende nur zwei der vier Spiele für sich entscheiden. Foto: Team Nordschleswig

Keine Chance gegen den Tabellenführer

Auch im dritten Spiel gegen den Tabellenführer Stern Kauelsdorf war für die Nordschleswiger nichts zu holen. Es ging ebenfalls mit 3:1 verloren.

„Die Jungs haben hervorragend verteidigt. Ich bin sehr zufrieden, mit dem, was ich da gesehen habe. Kauelsdorf ist einfach eine extrem gute Mannschaft, die aktuell noch besser ist als wir. Aber wir arbeiten daran, dies in Zukunft zu ändern“, so der Coach.

Als versöhnlicher Abschluss des Spieltages konnte der Tabellenletzte vom VfK 1901 Berlin klar und deutlich mit 0:3 abgefertigt werden.

Weitere Gelegenheit zum Experimentieren

An diesem Wochenende findet in Großenaspe der letzte Spieltag der diesjährigen Zweitligasaison statt. Der dritte Platz ist dem Team Nordschleswig so gut wie sicher, was Trainer Peter Diedrichsen weiter die Möglichkeit gibt, mit Blick auf die Weltmeisterschaft Ende Juli zu experimentieren und seine Spieler auf verschiedenen Positionen zu testen.

„Ich hoffe, dass es sehr enge Spiele über die volle Satzdistanz werden, damit die Jungs in so viele Drucksituationen wie möglich kommen. Nur so können sie lernen, in diesen einen kühlen Kopf zu bewahren und die Konzentration hochzuhalten“, so Diedrichsen.

 

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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