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Faustballer wollen für die WM viel investieren

Faustballer wollen für die WM viel investieren

Faustballer wollen für die WM viel investieren

Apenrade/Aabenraa
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Trainer Peter Diedrichsen macht klare Ansagen: „Wer dabei sein will, muss auch etwas investieren.“ Foto: Karin Riggelsen

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Die Spieler vom Team Nordschleswig und Team Denmark Faustball wurden vom Trainerteam auf der jüngsten Mannschaftssitzung auf die bevorstehende Weltmeisterschaft eingeschworen. Mit Fitness- und Ernährungsplänen, spezifischem Training und geschürtem Konkurrenzkampf sollen die gesetzten Ziele im Sommer erreicht werden.

Für die Faustballer vom Team Nordschleswig – Æ Mannschaft/Team Denmark Faustball hat das WM-Jahr begonnen. Im Juli findet die Weltmeisterschaft im deutschen Mannheim statt. Trainer Peter Diedrichsen hat dafür ein klares Ziel vor Augen.

„Wir haben mannschaftsintern noch nicht darüber gesprochen, aber für mich ist klar, wir wollen mindestens eine einstellige Platzierung holen“, so Diedrichsen.

Ein ambitioniertes Ziel, für das einiges getan werden muss. Genau über diese Opfer haben sich Trainerteam und Spieler bei der jüngsten Mannschaftssitzung unterhalten.

„Ich habe den Spielern gesagt, dass wir ein Privileg haben, als Minderheit als Nationalmannschaft auflaufen zu dürfen, und dass man auch bereit sein muss, etwas zu investieren, wenn man dabei sein will“, berichtet der Trainer.

Bei der jüngsten Faustball WM 2019 reichte es für die dänische Mannschaft nur zu einem elften Platz. In diesem Jahr soll ein einstelliger Platz erreicht werden. Foto: jt

Unter anderem sind die Spieler aufgefordert, auch abseits des Trainings etwas für ihre Fitness zu tun, primär im konditionellen Bereich müsse jeder individuell arbeiten. Auch das Thema Ernährung soll künftig eine größere Rolle spielen, wobei die Spieler professionelle Anleitung bekommen werden. „Durch richtige Ernährung hat man die Möglichkeit, noch 3 bis 4 Prozent mehr Leistung herauszukitzeln, und das wollen wir auch versuchen“, so Diedrichsen.

Erstmals Konkurrenzkampf

Er betont aber auch, dass er natürlich niemanden zwingen könne, unter der Woche zu laufen oder ins Fitnessstudio zu gehen und sich richtig zu ernähren. Allerdings hat der Trainer ein anderes Druckmittel in der Hand.

„Die Jungs haben Bock, daher bin ich erstmals in der Situation, dass ich mehr Spieler zur Verfügung habe, als ich zur WM mitnehmen kann. Das heißt, wer mitfahren will, muss regelmäßig da sein und sich reinhängen, sonst bleibt er zu Hause“, sagt der Coach, der sich über seine komfortable Personalsituation freut.

Auch am Training selbst wird geschraubt. Es wird künftig spezifischer ablaufen. Das bedeutet, dass Angreifer mehr Offensiv-Training machen und Verteidiger mehr Defensiv-Training.

Peter Diedrichsen (r.) hat selbst jahrzehntelange Faustballerfahrung, die er an seine Spieler weitergeben kann. Foto: Karin Riggelsen

„Das wird zweifelsohne dazu führen, dass das Training stupider und langweiliger wird, weil immer wieder die gleichen Bälle geschlagen und die gleichen Abläufe durchgeführt werden, aber nur so werden wir besser“, sagt Peter Diedrichsen.

Aufstieg in die SH-Liga

Besser wird man vor allem, wenn man gegen bessere Gegner spielt. Aus diesem Grund hat das Team Nordschleswig – Æ Mannschaft noch in diesem Monat ein anderes Ziel vor Augen: den Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga in der Hallenrunde.

„Wir sind eigentlich keine Hallenmannschaft, weil die Abläufe und das Blocken uns nicht so liegen, aber in der Bezirksoberliga werden wir nicht besser, deshalb wollen wir den Aufstieg schaffen“, erklärt Trainer Diedrichsen.

Zwei Spieltage an den kommenden beiden Wochenenden stehen noch an, ehe am 19. Februar das Aufstiegsturnier stattfindet – und das ausgerechnet in der heimischen Halle in Tingleff. Dies bringe natürlich noch einmal eine Extra-Portion Motivation, sagt der Trainer, der es für „mehr als realistisch“ hält, dass mindestens eine der beiden Nordschleswig-Mannschaften, die aktuell in der Bezirksoberliga spielen, den Aufstieg schaffen wird.

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