Ausstellung

Irisches Allerlei im Xbunker

Bettina P. Oesten
Sonderburg/Sønderborg
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Saerlaith Molloy (li.) und Stephen Murphy – zwei Künstler auf dem Vormarsch. Foto: Ilse Jacobsen

Drei irische Künstler aus Limerick geben in Sonderburg ihr Debüt auf dem europäischen Festland.

Sonderburg. Klein, aber fein – so präsentiert sich ab morgen, und bis einschließlich 21. Oktober, eine Ausstellung im Xbunker im Multikulturhaus unter dem Titel „Irish Stew“ (Irisches Allerlei), die in Kooperation mit Dr. Markus Herschbach vom Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung in Flensburg zustande gekommen ist.

Der Titel spiegelt die unterschiedlichen Positionen der drei irischen Künstler wider, die zum ersten Mal überhaupt ihre Werke einem Pub-likum auf dem europäischen Festland vorstellen. Während sich Ciaran Nash in seinen Werken politischen und gesellschaftlichen Themen widmet, steht die 24-jährige Saerlaith Molloy aus Limerick, die erst kürzlich ihren Abschluss machte und einer bekannten irischen Künstlerfamilie entstammt, für die performative Kunstrichtung.

International renomiert

Im Xbunker hängen ihre Werke von der Decke, darunter ein überdimensioniertes Kuheuter aus Latex. Der dritte Künstler, der 36-jährige Stephen Murphy, ebenfalls aus Limerick, ist unter anderem Porträtmaler und lässt sich gerne von Postkarten, Schnappschüssen oder Zufallssituationen zu seinen teils sehr surrealen Porträts inspirieren. Er stellte bereits einige seiner Werke in der National Portait Gallery in London aus und hat neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch als Kunstlehrer an der angesehenen Cambridge Universität gewirkt.

Zwei der Künstler, Saerlaith Molloy und Stephen Murphy, sind bis Donnerstag in Sonderburg und möchten die Zeit nutzen, um die Stadt und ihre Umgebung näher kennenzulernen. Einige Eindrücke konnten sie auf Spaziergängen durch die City bereits sammeln.

Fahrräder begeistern

„Alles macht hier einen so sauberen und geordneten Eindruck. Und die vielen Fahrräder - als begeisterter Biker finde ich das total klasse“, freut sich Stephen, der auf die Frage, was er sich noch gern anschauen würde, wenn er mehr Zeit hätte, spontan antwortet: „Legoland!“

Und was bedeutet es für die beiden Künstler, ihre Werke einem dänischen Publikum präsentieren zu dürfen?

„Sehr viel, das können wir gar nicht genug betonen“, so die einhellige Meinung der beiden Limericker und ehemaligen Studenten der Limerick School of Art & Design, mit der die Europa-Universität in Flensburg seit einigen Jahren eine strategische Partnerschaft unterhält.

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