Tour de France

Sonderburg darf sich aber (noch) nicht freuen

Sonderburg darf sich aber (noch) nicht freuen

Sonderburg darf sich aber (noch) nicht freuen

Sonderburg
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Jakob Fuglsang könnte 2021 in Nordschleswig zu sehen sein. Foto: FABRICE COFFRINI/Ritzau Scanpix

Der Zielort Sonderburg hat noch keinen offiziellen Bescheid von der Tour-Leitung bekommen. Politiker halten sich daher bedeckt und zeigen (noch) keine Freude.

Auch in Sonderburg freut man sich über den Start der Tour de France in Dänemark – aber nicht offiziell. Die Nachricht über den Tour-Start scheint Mittwoch nämlich verfrüht veröffentlicht worden zu sein.

Der Fernsehsender Europe 1 meldete den Tourbeginn im Internet, zog dann aber die Nachricht zurück. In der Zwischenzeit freuten sich der dänische Finanzminister Kristian Jensen und Kulturministerin Mette Bock über die „offizielle“ Mitteilung, die keine war. Schließlich zog auch Jensen sein Tweet zurück, doch damit war die Katze aus dem Sack – und gegen 14.30 Uhr stellte Europe 1 die Nachricht wieder ins Netz.


In Sonderburg hat man noch keinen offiziellen Bescheid von der Tour-Leitung bekommen, und daher wollten sich gestern weder Bürgermeister Erik Lauritzen noch Mit-Ideengeber Stephan Kleinschmidt von der Schleswigschen Partei freuen – offiziell.

Auch Staatsminister Lars Løkke Rasmussen hielt sich Mittwoch bedeckt, da er für den heutigen Donnerstag zu einer Pressekonferenz eingeladen hat.

Dänemark hat für den Tour-de-France-Start 17 Millionen Kronen im Haushalt für 2021 bereitgestellt. Insgesamt kostet es um die 90 Millionen Kronen, die drei Tour-Etappen nach Dänemark zu holen. Sonderburg soll davon etwa 10 Millionen Kronen tragen.

„Es ist nicht kostenlos, Zielort einer Tour-de-France-Etappe zu werden, aber ich bin mir sicher, dass das Geld gut investiert ist. Es wird ein Erlebnis für die Bürger werden, und auch Sonderburg wird Aufmerksamkeit bekommen“, sagte Lauritzen im Dezember 2017 auf der Homepage der Kommune Sonderburg.

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