Kultur

Für Bon-Jovi-Konzert werden 1.200 Helfer gebraucht

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Sonderburg/Sønderborg
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Jon Bon Jovi Foto: dpa (Symbolfoto)

Eine der größten Herausforderungen liegt in der Infrastruktur und Verpflegung der Band, Gäste und Helfer. Bisher wurden schon 22.000 Karten verkauft.

„Wir haben nur dieses eine Mal. Klappt das nicht, sind wir draußen.“ Diese deutliche Ansage kommt von Jes Johansen, Eventchef von Kultur-i-Syd, Veranstalter des ersten großen Rockkonzerts auf „Slagmarken“ auf Kær Vestermark: Am 11. Juni wird Bon Jovi sein einziges Konzert in Dänemark geben.

Bisher sind 22.000 von anvisierten 35.000 Karten verkauft. 5.000 Bürger aus der Kommune sind dabei, etwa 4.000 aus dem Landesteil, auch auf Fünen und Seeland leben Jovi Fans. Darüber hinaus haben um die 1.000 Deutsche Karten gekauft und 2.000 aus dem Rest der Welt, allein 300 Niederländer sowie Polen, Russen, Schweden, Norweger, US-Amerikaner, ja sogar Bürger aus Hongkong. Jes Johansen ist überzeugt, mehr Karten in Deutschland absetzen zu können. Vielleicht könnte eine deutsche Agentur helfen? Das wird untersucht. Bauchschmerzen hat er nicht. Denn der Haushalt balanciert mit 28.000 bis 30.000 Gästen.

Er ist optimistisch, auch die benötigten 1.200 Helfer zu bekommen. Die ersten Anfragen an Vereine sind raus, sofort hätten um die 100 Helfer zugesagt. Die Aufgaben sind vielfältig: Auf- und Abbau von Tribüne, vom vier Kilometer langen Außen- sowie kleineren Innenzaun, der Bühne, für die allein drei Tage abgesetzt sind, mit Einsatz von drei Kränen, Einrichtung des Vorplatzes und der Parkplätze, Licht- und Tonanlagen, Auf- und Abbau eines Dorfes für die Musiker und ihre Helfer. Um die 600 Kräfte werden allein für den Konzerttag benötigt, als Parkwächter, Karten- und Zaunkontrolleure, Verkäufer von Getränken (200 Barmeter) und Essen (60 Standmeter). Am Skydebanevej wird Streetfood angeboten. Die Arbeiten spannen vom 2. bis zum 13. Juni, manche sind leicht, manche erfordern Sicherheitsschuhe und Helm. Jes Johansen schätzt, dass die Helfer circa 1,5 Millionen Kronen verdienen werden.

Nicht nur Vereine werden von der Großveranstaltung profitieren, sondern auch der Handel. „Der Umsatz wird massiv sein“, macht Johansen dies u. a. daran fest, dass Hotels, auch außerhalb Sonderburgs, ausgebucht sind. Zudem beteiligt sich Sønderborg Handel aktiv am Ereignis, mit „Angeboten, die rocken“, T-Shirts „Sønderborg Rocker“ und Musik.

Eine der größten Herausforderungen aber liegt in der Infrastruktur, denn der Verkehr läuft hauptsächlich über die Alsensundbrücke. Wie viele Fahrzeuge können in der Stunde abgewickelt werden? Sicherheitschef Palle Linné rechnet mit 6.000 bis 8.000 Fahrzeugen, dazu kommen Busse von Veranstaltern und Shuttlebusse der Hotels. Im Gegensatz zum Pfadfinderlager „kommen sie ja in kurzer Zeit“, sagte er am Donnerstag vor der Presse. Vestermark wird Einbahnstraße, Verdens Ende und Kær Bygade werden gesperrt. Parkmöglichkeiten gibt es am Ingolf Nielsens Vej, Elholm und Ellegårdvej: „Wir haben mit den Firmen gesprochen. Alle sind bereit, ihr Areal zur Verfügung zu stellen“, sagte Linné.

Erwartet wird, dass die Sonderburger radeln oder gehen. Für Fahrräder gibt es einen eigenen Platz am Møllestedgård.

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