Kommunalwahl

Jessen: Einiges erreicht – viel vor

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Uwe Jessen
Uwe Jessen Foto: Karin Riggelsen

Das langjährige Stadtratsmitglied spielt im aktuellen Wahlkampf erstmals die zweite Geige. Seine Prognose: Alles ist offen.

Uwe Jessen, langjähriger Stadtratspolitiker in Hadersleben für die Schleswigsche Partei (SP), hat nichts dagegen, im Vorfeld der Kommunalwahl 2017 erstmals die „zweite Geige“ zu spielen.

Der 46-Jährige nimmt seit nunmehr zwölf Jahren die Interessen der SP im Kommunalparlament wahr. In diesem Jahr kandidiert er als Nummer 2 der SP-Parteiliste. Über den Ausgang der Wahl am 21. November wagt Jessen keine Prognose:

„Wir kämpfen bis zum Schluss“

„Alles ist offen – und natürlich kämpfen wir von der SP bis zum Schluss um die Gunst der Wähler – bis die Wahllokale schließen. Wir haben ein hervorragendes Team an Kandidaten und Helfern.“
Die vergangenen vier Jahre im Stadtrat boten Tiefschläge und Höhepunkte: Vor allem die Konstituierung vor vier Jahren, als die Bürgerlichen die Opposition isolierten und alle wichtigen Ämter und Funktionen für sich in Anspruch nahmen, bezeichnet Jessen als einen politischen Schlag in die Magengrube: „In den vergangenen ein, zwei Jahren hat sich die Zusammenarbeit verbessert, doch es gibt noch Luft nach oben.“
Als erfreulich bezeichnet er es, dass die SP zum zweiten Mal die Haushaltsvereinbarung mitträgt – und dass die Entscheidung über einen Schulneubau in der Südstadt auf einer politisch breiten Mehrheit fußt.

Wichtig: Breites Fundament

Obgleich der politische Einfluss der SP begrenzt ist, sei es gelungen, Fingerabdrücke u. a. zum Wohle von Senioren, Vereinen und Privatschulen zu hinterlassen. Ein weiteres Plus: Der Kultur- und Freizeitausschuss habe in den vergangenen Jahren zusätzliche Gelder bekommen, was wiederum den Vereinen zugutekomme. Als wesentliche Aufgabe der Zukunft formuliert Jessen, die Zusammenarbeit im Ratssaal wieder auf Kurs zu bringen und der nordschleswigschen Zusammenarbeit neue Impulse zu geben: „Da gibt es noch viel ungenutztes Potenzial“, betont der SP-Politiker und verweist auf das nordschleswigsche Energiesekretariat, das gegenwärtig in Planung ist.

Weitere Einsatzgebiete einer forcierten Zusammenarbeit der vier Kommunen wären gemeinsame Sache in der Abfallwirtschaft und bei der Kommuneplanung, wie sie beispielsweise im „Trekantområdet“ längst an der Tagesordnung sind.

SønderjyskE – ein Steckenpferd

Die Fertigstellung des Stadions von Sydbank Park liegt Uwe Jessen besonders am Herzen. „Es sind Veranstaltungen wie die Superliga- und die Eishockeyspiele von SønderjyskE, die dafür sorgen, dass die Domstadtkommune in aller Munde ist – im ganzen Land. Das schaffen sonst nur die Schlagzeilen übers VUC Syd.“

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