Tourismus

Insel-Camping zu verkaufen

Insel-Camping zu verkaufen

Insel-Camping zu verkaufen

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Aarö/Aarø  
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Jan Sejersen hat den Platz seit der Übernahme 2007 laufend ausgebaut. Foto: Karin Riggelsen

3,5 Mio. Kronen für Campingplatz auf Aarö: Platzbetreiber Jan Sejersen bereitet sich auf neues Dasein in Woyens vor und sucht einen Nachfolger.

Jan Sejersen, der Besitzer des Campingplatzes auf Aarö, ist seinem Herzen gefolgt. Er bereitet sich auf ein neues Dasein in Woyens vor. Daher sucht er einen Nachfolger für den Campingplatz auf der kleinen Ostseeinsel.

Immobilie steht zum Verkauf

Der Campingplatz kann für 3,5 Mio. Kronen erworben werden. Das erzählt Jan Sejersen, der die Immobilie vor nunmehr drei Jahren in Zusammenarbeit mit einem Makler zum Verkauf anbot.

Ursprünglich war es seine Frau, Tina Sejersen, die den Platz führte, während er sich hauptberuflich seiner Arbeit als Schiffsführer der Fähre „Aarø“ widmete. Tina Sejersen starb im Dezember 2013. Sejersen und seine Kinder Mads und Majbritt blieben auf der Insel. Um sich seiner Arbeit auf der Fähre widmen zu können, fand er einen Mitarbeiter, der den Platz leitete.

„Meine Kinder werden langsam flügge. Majbritt geht im Februar nach Aarhus, um zu studieren. Mads, der am Blauen Gymnasium in Hadersleben ist, redet auch davon, auszuziehen“, sagte Jan Sejersen. Der 51-Jährige hat in Lis Hansen aus Woyens eine neue Partnerin gefunden, mit der er Zukunftspläne schmiedet. Die beiden Söhne von Lis Hansen haben Behinderungen, weswegen die Familie nicht von Woyens nach Aarö ziehen kann. Daher traf Sejersen den Beschluss, in Woyens noch einmal von vorn anzufangen. Die Sejersens haben viel Herzblut in den Platz investiert, den sie 2007 übernahmen. Sie wollten ein Restaurant aufmachen. Die Suche nach einem Kaufobjekt brachte sie vor nunmehr zwölf Jahren nach Aarö.

Viele Gäste aus Deutschland

Auf dem Platz gibt es 120 Stellplätze, etwa die Hälfte der Gäste kommt aus Deutschland. Man habe des Weiteren unter anderem Gäste aus den Niederlanden und aus weiten Teilen Dänemarks. Darüber hinaus nutzen viele Camper aus der Umgebung die Möglichkeit, auf der Insel auszuspannen und die wechselnden Jahreszeiten auf dem 4,2 Hektar umfassenden Platz zu genießen, so Sejersen.

Auf dem Platz stehen auch zehn befestigte Stellplätze für Motorcaravans, sechs Bungalows und drei Mietwohnwagen zur Verfügung. Die Immobilie umfasst zudem eine geräumige Privatwohnung.

„Wir haben von Ostern bis Kalenderwoche 42 einschließlich geöffnet. Danach schließt das Café, aber die Gäste, die auch im Winterhalbjahr bei uns vorbeischauen möchten, sind herzlich willkommen“, so Sejersen.

Der 51-Jährige hofft, dass sich der Verkauf in diesem Jahr verwirklichen lässt. Das Interesse an der Immobilie sei gut, aber bislang sei der notwendige finanzielle Hintergrund nicht vorhanden gewesen.
„Wir haben auch einen Interessenten aus Deutschland gehabt“, verrät Jan Sejersen.

Er bleibt der Insel erhalten

Auch wenn Sejersen den Platz verkauft, wird er der Insel nicht den Rücken kehren. Er ist kommissarisch der Überfahrtsleiter der kommunalen Fähre, die zwischen Aarösund und Aarö pendelt.

„Lis hat einen Wohnwagen auf dem Campingplatz. Den werde ich ab und an nutzen, wenn mein Dienst auf der Fähre es verlangt“, sagte Sejersen.

Einheimischen und Zugereisten wird die Familie Sejersen gewiss aufgrund der sommerlichen Musikveranstaltungen in guter Erinnerung bleiben. Die Tradition mit einem irisch-schottischen Folk-Musikfestival Anfang Juli stieß auf gute Publikumsresonanz und lockte seit 2007 viele Gäste auf die Insel im Kleinen Belt.

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