Streitkräfte und Kommune

Der Einsatz für Veteranen macht einen Schritt nach vorne

Der Einsatz für Veteranen macht einen Schritt nach vorne

Der Einsatz für Veteranen macht einen Schritt nach vorne

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Ratgeber Preben Gerhard (l.) und Koordinator Mogens Østergaard bemühen sich um das Wohlergehen der Heimkehrer. Foto: Karin Friedrichsen

Die Haderslebener Kommune und die dänischen Streitkräfte unterschreiben eine Kooperationsabsprache. Die neue Maßnahme soll die Heimkehrer und deren Familien bestmöglich unterstützen.

Der Erste Vizebürgermeister und Vorsitzende des Beschäftigungsausschusses Jon Krongaard (Dänische Volkspartei) stand der kleinen Feier im Stadtratssaal vor. Die Kommune Hadersleben und die Streitkräfte sind eine neue Kooperationsabsprache eingegangen. Der Vertrag wurde Anfang der Woche von Jon Krongaard und Oberst Søren Andersen, Chef von „Veterancentret“ (Veteranenzentrum) unterzeichnet.

Politik, Anlaufstelle und Kooperationsabsprache

„In Hadersleben haben wir seit 2013 eine Politik für heimkehrende Soldaten. 2017 haben wir einen Veteranenkoordinator eingestellt. 2019 konnten wir die Anlaufstelle für Veteranen an der Lavgade einweihen“, blickte Krongaard auf einschneidende Ereignisse zurück.

Die Absprache habe große Bedeutung für Veteranen, die mit Problemen kämpfen, für deren Partnerinnen und Partner und für deren Kinder, so Oberst Andersen.

In der Haderslebener Kommune leben momentan über 700 Veteranen. Die Heimkehrer waren für das Militär in Hadersleben, die Polizei, die Bereitschaftsbehörde und den Luftwaffenstützpunkt in Skrydstrup im Einsatz. Etwa zehn Prozent der Heimkehrer kämpfen mit Problemstellungen, für deren Lösung sie Hilfe benötigen.

Oberst Søren Andersen (l.) und Erster Vizebürgermeister Jon Krongaard unterzeichnen die Kooperationsabsprache. Foto: Karin Friedrichsen

Oberst lobt das Engagement der Kommune

Der Oberst lobte das Engagement der Kommune: „Die Kommune hat aktiv an der Formulierung der Absprache mitgewirkt“, so Andersen. Erste Gespräche wurden bereits im Frühjahr 2019 geführt.

Die Veteranen haben einen besonderen Einsatz für Dänemark geleistet. Deswegen zielt die Absprache, die eine Art Absichtserklärung ist, darauf hinaus, dass die Kommune und das Veteranenzentrum zusammenarbeiten zum Wohle der Veteranen.  

Die Intention geht dahin, dass die Kompetenzen bestmöglich genutzt werden. Dabei will das  Veteranenzentrum der Kommune mit Rat und Tat beiseite stehen und unter anderem Sachbearbeiter, Sozialpädagogen und Psychologen einsetzen, wenn Bedarf besteht.

Als neues Angebot ist eine Gesprächsgruppe für Kinder in Vorbereitung.

Das Veteranenzentrum hat seinen Hauptstandort in der Kaserne von Ringsted. Oberst Andersen, der übrigens in Hadersleben wohnt, berichtet, dass neben dem Hauptstandort Zweigstellen  in Fredericia, Aalborg, Holstebro, Slagelse, Høvelte und Kopenhagen/København  eingerichtet sind.

Veteranenzentrum-Ratgeber Preben Gerhard ist Kontaktperson für Ratsuchende in der Haderslebener Kommune. Gerhard wird, in Zusammenarbeit mit Veteranenkoordinator  Mogens Østergaard, seine Hilfe anbieten.

Erster Vizebürgermeister Jon Krongaard, Koordinator Mogens Østergaard und Oberst Søren Andersen (v. l.) im Haderslebener Rathaus Foto: Karin Friedrichsen

Treffpunkt an der Lavgade

Mogens Østergaard wurde im März 2018 als Veteranenkoordinator angestellt. Er hat sein Büro an der Lavgade 9. In dem Haus eröffnete die Haderslebener Kommune  im November 2019 auch eine neue Anlaufstelle nebst Refugium. Die Veteranen bekamen Anfang 2019 Verfügungsrecht über die Wohnung im dritten Stock. Unter Leitung von Mogens Østergaard haben aktive Heimkehrer die Wohnung komplett renoviert.

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