Zu hoch

Damm-Hochhaus: Investor legt Bauplan zu den Akten

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Das verlassene Gebäude sorgt unter Anwohnern für Ärger, da dort nachts Rowdys ihr Unwesen treiben. Foto: Ute Levisen

Die Pläne scheitern an der Bauhöhe. Die Stadtratspolitiker in Hadersleben sind von der Entscheidung des Unternehmers überrascht.

Aus den viel diskutierten Plänen für ein „Hochhaus“ auf dem Grundstück des ehemaligen McDonalds-Gebäudes in Hadersleben wird nichts. Der Investor und potenzielle Bauherr Svend-Erik Aaskov legt seine Pläne für einen Neubau an der Umgehungsstraße zu den Akten. Vorläufig zumindest.

Damit ist Aaskov nach Steen Skallebæk und dessen Caféhaus-Plänen der zweite Geschäftsmann, der nicht zuletzt aufgrund von Bürgerprotesten seine Pläne für Investitionen am Damm aufgibt.

„Ich habe vorläufig nicht die Absicht, dort zu bauen. Für die vorgesehene Bauhöhe von 25 Metern gibt es keine politische Zustimmung, und eine niedrigere Höhe rechnet sich für mich nicht“, sagte Aaskov am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung: „In Hadersleben bestimmen offenbar die Leute – und nicht die Politik. So ist es – und so war es in Hadersleben schon immer.“

Zumindest könne man diesmal nicht behaupten, hält Svend Brandt von der Einheitsliste und Mitglied des Technischen Ausschusses dagegen, dass es die Schuld der Politiker sei: „Ich finde, dass wir uns in den Verhandlungen mit dem Bauherrn großzügig gezeigt haben – auch über den vorgegebenen Rahmen für die Flächennutzung hinaus.“

Generell hat es sich unter den Politikern der Domstadtkommune noch nicht herumgesprochen, dass Svend Erik Aaskov bezüglich seiner Hochhaus-Pläne das Handtuch wirft: „Wir respektieren seine Entscheidung“, so Bürgermeister H. P. Geil (V), von dem Rückzug überrascht, und auch der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Benny Bonde (LA), war bislang davon ausgegangen, dass sich der Unternehmer nach der nicht genehmigten ursprünglichen Bauhöhe mit einem modifizierten Vorschlag zurückmeldet.

Daraus wird nichts, was Bonde als ärgerlich bezeichnet. Die Immobilie steht nun wieder bei „Nybolig“ zum Verkauf, so Aaskov:

„Dort, wo ich sie seinerzeit auch erworben habe.“

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