In eigener Sache

„Danke und Auf Wiedersehen!“

Danke und Auf Wiedersehen!

Danke und Auf Wiedersehen!

Hadersleben/Haderslev
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Nach zwei Jahren und anderthalb Monaten als Journalistin beim „Nordschleswiger“ in der Lokalredaktion Hadersleben schlägt Annika Zepke beruflich neue Wege ein. Doch eine Rückkehr nach Nordschleswig sei grundsätzlich nicht ausgeschlossen, schreibt die angehende PhD-Studentin in einem Abschiedsgruß.

Nun ist es also so weit: Die letzten Zeilen sind geschrieben, der Schreibtisch ist aufgeräumt.

Das bis unters Dach vollgepackte Auto steht vor der Redaktion und wartet darauf, dass ich mich endlich hinters Steuer klemme, um wieder einmal nach Aarhus zu fahren – wie so oft in letzter Zeit. Doch heute wird es das vorerst letzte Mal sein, dass ich die Strecke auf mich nehme.

Viele wissen es bereits, andere erfahren es vielleicht auf diesem Wege: Nach gut zwei Jahren beim „Nordschleswiger“ breche ich zu neuen Abenteuern auf. Künftig werde ich nicht mehr in der „Glasbox“ im Haderslebener Medienhaus anzutreffen sein, sondern meinen Arbeitsplatz an der Universität in Aarhus haben.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich mich daher heute vom „Nordschleswiger“, von unseren Leserinnen und Lesern und der Domstadt: lachend, weil ich dankbar bin für die vielen schönen Momente, die ich in den vergangenen zwei Jahren hier erleben durfte.

Lachend wegen der lieben Menschen, die mich vom ersten Arbeitstag an mit offenen Armen empfangen haben, mir gezeigt haben, was Nordschleswig, die deutsche Minderheit und die Kommune Hadersleben ausmacht, mir in der Anfangsphase auch den einen oder anderen Fauxpas verziehen haben (ein falsches Datum in der Gottesdienstankündigung kann wahrlich die Telefonleitungen zum Glühen bringen), und die dafür gesorgt haben, dass ich mich hier schnell heimisch fühle.

Genau das ist es jedoch auch, was den Abschied aus der Domstadt, die mir in der Kürze der Zeit viel zu sehr ans Herz gewachsen ist, so schwer macht. Als ich vor gut zwei Jahren hier aufschlug, hatte ich keinerlei Vorstellungen und Erwartungen an Hadersleben. Ich hatte mir die Stadt vor meinem Umzug nicht einmal angeschaut.

Heute kann ich sagen: Ich hätte mir keinen besseren Ort für meinen Start ins Berufsleben wünschen können als die Haderslebener Lokalredaktion des „Nordschleswigers“ an der Seite der besten Kollegin der Welt, in einer Stadt, in der man vom Bürgermeister persönlich und mit Handkuss begrüßt wird und in der alles etwas persönlicher ist, als ich es bis dato aus den Großstädten kannte.

Doch Chancen muss man ergreifen, wenn sie sich auftun, daher verschlägt es mich nun für die nächsten drei Jahre zum Promovieren nach Aarhus. Was danach kommt? Ich weiß es nicht. Aber eine Rückkehr nach Hadersleben bzw. Nordschleswig ist meinerseits nicht ausgeschlossen. 

Vorerst bleibt mir jedoch nur, mich bei all den lieben Menschen zu bedanken, die mir meine Zeit in Hadersleben auf unterschiedlichste Weise versüßt haben. Tak for denne gang, det var en fornøjelse!

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