Deutsche Minderheit

Hadersleben sagt Danke: Ruderverein mit Doppelehre

Hadersleben sagt Danke: Ruderverein mit Doppelehre

Hadersleben sagt Danke: Ruderverein mit Doppelehre

Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
Thor Hilbrecht (Mitte) erhielt als Vorsitzender von „Banehuset“ den Ehrenpreis. Hier ist der Ehrenamtliche aus der deutschen Minderheit mit Bjarne Beck (links) von der Törninger Mühle und dem Kulturausschussvorsitzenden Kjeld Thrane zu sehen. Foto: Haderslev Kommune

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Am Freitagabend feierte die Kommune Hadersleben ihre Ehrenamtlichen mit einem Riesenfest. Es ist ein Ereignis, das die ehrenamtliche Arbeit in Kultur, Freizeit und Sport würdigt. Über 400 Freiwillige aus verschiedenen Vereinen versammelten sich im Kulturhaus Harmonien – unter ihnen gleich drei Preisträger aus der deutschen Minderheit.

Mehr als 1.000 Ehrenamtliche, die das Vereinsleben am Laufen halten, gibt es in der Großkommune Hadersleben. Am Freitag würdigte der kommunale Kultur- und Freizeitausschuss im Rahmen seiner jährlichen Preisverleihung erneut ihr Engagement. 

Ehrenpreis für den Chef im „Banehuset“

Den Ehrenpreis des Kultur- und Freizeitausschusses erhielt Thor Hilbrecht. Der Vorsitzende des Kulturzentrums „Banehuset“ in Sommerstedt (Sommersted) habe sich unermüdlich für die Transformation des einstigen Bahnhofsgebäudes in ein Kulturzentrum mit einem breit gefächerten Angebot eingesetzt. Besonders hervorzuheben sei seine Rolle bei der Umgestaltung – von der Idee bis zur Realisierung, wie es in der Begründung heißt.

Hilbrecht ist Unternehmer, wohnt in Simmerstedt (Simmersted) und stammt aus der deutschen Minderheit.

Helmuth Krause vom DRH gehört zu den Ausgezeichneten. Foto: Privatfoto

Deutscher Ruderverein mit zwei Preisträgern vor Ort

Neben Thor Hilbrecht wurden weitere Angehörige der deutschen Minderheit gewürdigt – unter ihnen gleich zwei Repräsentanten des Deutschen Rudervereins Hadersleben (DRH). Helmuth Krause erhielt eine Auszeichnung für 50 Jahre ehrenamtliches Engagement, während Kenneth Drexel für seine 20-jährige Tätigkeit im Club geehrt wurde. 

„Ich habe beide für den Preis vorgeschlagen“, sagt DRH-Vorsitzende Angelika Feigel. „Sie haben sich diese Auszeichnung redlich verdient.“

Helmuth Krause packe im Verein als Hausmeister mit an, wann immer Hilfe gefragt ist – unter anderem bei den vielen Veranstaltungen im Vereinshaus am Damm. 
„Gleiches gilt für unseren Bootswart Kenneth Drexel“, sagt die Vorsitzende: „Kenneth hält unsere Boote in Schuss, sodass immer alles tipptopp ist.“

Hausmeister Helmuth Krause (links) und Bootswart Kenneth Drexel im Foyer des Kulturhauses: Die Kommune würdigte sie wegen ihres unermüdlichen ehrenamtlichen Engagements. Foto: Privatfoto

Großes Lob für ein gelungenes Fest

Ein dickes Lob spricht Feigel dem Organisationsteam der Festveranstaltung aus: „Alles war super organisiert, und wir haben einen Einblick darin bekommen, wie viele Vereine und Aktivitäten es in der Kommune gibt.“

Zu den weiteren Preisträgern des Abends zählte Ludvig Wintherskov Møller vom „FC Haderslev 6100“: Er ist „Årets Ungleder“. 

In der Kategorie „Årets Skulderklap“ würdigte die Kommune Elna und Ejvind Petersen vom „Hammelev SUF“. Der Bienenzüchterverein für Hadersleben und Umgebung nahm „Fritidssamvirkets Pris“ entgegen, während das Aastrup Musikfestival den Kulturpreis erhielt. Der Haderslebener Badminton Klub wurde in der Kategorie „Årets Idrætsforening“ ausgezeichnet, und Casper Stockfisch erhielt den Preis für die beste Talentförderung im Bereich Eishockey.

Mehr lesen

Europawahl 2024

Apenrade und der Kreml: Die deutsche Minderheit und die Kommunisten

Kopenhagen Der Kalte Krieg warf dunkle Schatten auf das Leben im Grenzland. Die Hoffnungen, die mit dem „kleinen Frieden“ durch die Bonn-Kopenhagener Minderheitenerklärungen 1955 verbunden waren, konnten die Sehnsucht nach dem großen Frieden nicht ersetzen. Die alarmierende Lage wurde beim Deutschen Tag und der Schuleinweihung in Hoyer deutlich. Dieser Artikel stammt aus einer Archiv-Serie von Siegfried Matlok über das 50-jährige Bestehen der EU.

Leserbericht

Tim Nissen
„So bunt war der Familientag an der Deutschen Schule Tingleff“