Prozess

Duo wegen Mordes in Hadersleben zu 14 Jahren Haft verurteilt

Duo wegen Mordes in Hadersleben zu 14 Jahren Haft verurteilt

Duo wegen Mordes in Hadersleben zu 14 Jahren Haft verurteilt

Hadersleben/Haderslev
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Der Haderslebener Zweigstelle des Sonderburger Gerichts droht in Verbindung mit den Verhandlungen über eine Strukturänderung die Schließung. Foto: Ute Levisen

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Das Westliche Landgericht in Sonderburg hat zwei Männer zu jeweils 14 Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Das Duo hatte im Sommer vor zwei Jahren einen 35-jährigen Mann aus Hadersleben ermordet – vorsätzlich und brutal. Bei seinem Urteilsspruch machte das Gericht verschärfende Umstände geltend.

Das Westliche Landgericht in Sonderburg (Sønderborg) hat zwei Männer wegen Mordes zu einem Freiheitsentzug von jeweils 14 Jahren verurteilt. 

Das Landgericht bestätigte damit ein Urteil des Sonderburger Stadtgerichts aus dem Vorjahr.

Die Angeklagten im Alter von 35 und 36 Jahren hatten im Sommer vor zwei Jahren in einer Wohnung in der Haderslebener Innenstadt einen 35-jährigen Mann aus Hadersleben mit Schüssen aus einer abgesägten Schrotflinte und mehreren Messerstichen tödlich verletzt.

Nach Angaben der Anklagevertretung gegenüber der Nachrichtenagentur „Ritzau“ handelt es sich in diesem Fall um den tragischen Ausgang einer Auseinandersetzung im Drogenmilieu der Domstadt.

Verschärfende Umstände

Die Strafe für Mord beträgt normalerweise 12 Jahre Gefängnis. In diesem Fall aber hatte das Gericht bei der Urteilsfindung strafverschärfende Umstände zugrunde gelegt, da der Mord mit einer Schusswaffe begangen wurde und die Verurteilten darüber hinaus im Besitz von Amphetamin waren.

Das Gericht sah es weiterhin als erwiesen an, dass das Duo den Mord gemeinsam geplant und die Tatwaffe besorgt hatte.

Im ersten Verfahren hatten die beiden polizeibekannten Männer Rechtsmittel gegen den Urteilsspruch des Stadtgerichts eingelegt und auf Freispruch plädiert.

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Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
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