Immobilienmarkt

Noch nie waren Häuser so teuer

Noch nie waren Häuser so teuer

Noch nie waren Häuser so teuer

ritzau/gn
Kopenhagen
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Die Hauspreise in Dänemark sind 2018 gestiegen. Foto: dpa

Die Hauspreise in Dänemark sind im vierten Quartal 2018 um 4,2 Prozent gestiegen. Damit sind sie nun sogar höher als vor der Finanzkrise. Allerdings gibt es auch regionale Unterschiede.

Das dänische Durchschnittshaus kostete Ende des vergangenen Jahres 1.923.000 Kronen für 140 Quadratmeter. Das zeigen die neuesten Zahlen von Finans Danmark, der Branchenorganisation des Finanzsektors.

Im vierten Quartal 2018 stiegen die dänischen Hauspreise um 4,2 Prozent und sind nun höher als vor der Finanzkrise. Damit wurde der bisherige Rekord aus 2007 übertroffen.

„Dem Immobilienmarkt geht es gut. Wir erwarten, dass die Preise auch 2019 und 2020 steigen werden“, sagt Lise Nytoft Bergmann, Immobilienexpertin der Bank Nordea.

Einbruch nicht in Sicht

Laut Bergmann besteht keine Gefahr, dass der Markt einbricht, wie es 2008 der Fall war. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Zinsen heute viel niedriger sind. Außerdem sind die Gehälter gestiegen und den Dänen geht es finanziell besser als vor zehn Jahren.

Derzeit werden Häuser auch schneller verkauft: Die sogenannte „Liegezeit" beim Makler ist um zehn Tage verkürzt.

Die Hauspreise sind generell im ganzen Land gestiegen, aber es gibt große regionale Unterschiede. Spitzenreiter ist weiterhin Kopenhagen und Umgebung, wo ein 140 Quadratmeter großes Haus 5,1 Millionen Kronen kostet. Am günstigsten ist es auf Bornholm (988.000 Kronen) und in Westjütland (1,23 Millionen Kronen). In Süddänemark kostet das Durchschnittshaus 1.377.600 Kronen. Hier sind die Hauspreise um 4,0 Prozent gestiegen.

Nur in Nordjütland sind die Hauspreise 2018 gefallen (-4,6 Prozent). Am höchsten sind die Preise in der Kopenhagener Innenstadt gestiegen: Hier musste man im vorigen Jahr im Durchschnitt 8,5 Prozent mehr für eine Immobilie hinlegen.

Wohnungen sind in Dänemark generell mit 3,5 Prozent gestiegen. In der Region Süddänemark allerdings mit ganzen 10,7 Prozent. Dafür sind die Sommerhäuser in Süddänemark günstiger geworden (-3,8 Prozent), während der Landestrend im Plus liegt (1,6 Prozent).

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