Regen

Landunter in großen Teilen Süddänemarks

Landunter in großen Teilen Süddänemarks

Landunter in großen Teilen Süddänemarks

ritzau/gn
Kopenhagen/Nordschleswig
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Überschwemmung in Kolding Foto: Søren Gylling/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix

Das anhaltende Regenwetter bereitet Probleme auf den Straßen in Südjütland. Es ist keine Besserung in Sicht: Meteorologen erwarten eine Woche mit noch mehr Regen und steifer Brise.

Flugpassagiere auf dem Weg nach Billund mussten am Montagmorgen Umwege fahren, um den Flughafen zu erreichen. Unmengen von Regen haben dazu geführt, dass Auen und Bäche in der Gegend um Kolding und Vejle vollgelaufen sind und das übergelaufene Wasser ganze Straßen unbefahrbar gemacht hat. Auch der Flughafen Billund selbst hatte Probleme: Der Parkplatz stand unter Wasser. Der Flugverkehr war aber nicht eingeschränkt.

Wasser macht Kolding und Vejle zu schaffen

Die Wasserprobleme begrenzen sich nicht nur auf die ländlichen Räume, sondern machen auch den Städten Kolding und Vejle zu schaffen. Dort stehen Viadukte unter Wasser, und die kommunale Bereitschaft hat Pumpen und Sandsäcke gegen die Wassermengen eingesetzt. In Horsens wurde 11 Wohnblöcke evakuiert, aus Furcht vor einem Dammbruch am Bygholm Sø. Auch in Holstebro kam es zu Überschwemmungen.

In Südjütland standen viele Straßen unter Wasser. Foto: Bo Amstrup, Ritzau/Scanpix

Hochwasser an der Westküste

An der Westküste und am Limfjord wurde vor Hochwasser gewarnt. Im Wattenmeer ist in der Zeit von 6 bis 10 Uhr mit bis zu drei Meter über normal Null zu rechnen.

14,7 Grad auf Bornholm

Auf Bornholm wurden Medienberichten zufolge am Sonntagabend um 22 Uhr 14,7 Grad gemessen, damit wurde für diese Jahreszeit ein neuer Wärmerekord in Dänemark aufgestellt. Bisher war es im Zeitraum 1. Januar bis einschließlich 16. Februar in Dänemark maximal 13,3 Grad warm. Eine Warmluftfront, aus Norddeutschland kommend, sorgte für die hohen Temperaturen.

Wer in Holstebro Watstiefel besitzt, ist klar im Vorteil. Foto: Morten Stricker/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix

Keine Besserung in Sicht

Vorerst scheint keine Besserung der Wetterverhältnisse in Sicht zu sein. Die Meteorologen vom dänischen Wetterdienst DMI versprechen auch in dieser Woche Regen und steife Brisen.

Im Laufe des Montags nimmt der Wind etwas ab, und die Sonne kommt im Süden des Landes zum Vorschein, aber Dienstag kehrt der Regen zurück – vielleicht sogar mit Graupelschauern.

Mittwoch wird der schönste Tag der Woche – allerdings nicht im südlichen Teil des Landes, wo mit Regen gerechnet werden muss. Am Donnerstag wird es kälter mit Frost, doch nach einem trockenen Beginn ziehen wieder Regenwolken über Dänemark. Freitag läuft es ähnlich ab: zunächst trocken, dann regnerisch.

Die ganze Woche hindurch weht ein starker, zum Teil stürmischer Wind.

Die jetzige Wetterfront bleibt zunächst über Dänemark hängen, vielleicht sogar bis in den März, schätzen die Meteorologen von DMI.

Überschwemmung bei Svostrup Kro in Mitteljütland. Foto: Bo Amstrup, Ritzau/Scanpix
Storåen – die große Au – in Holstebro ist größer den je. Foto: Henning Bagger, Ritzau/Scanpix
Varde Å hat sich von einer beschaulichen Au zu einem See entwickelt. Foto: John Randeriis, Ritzau Scanpix
Kein Weiterkommen: Die Straße zwischen Esbjerg und Varde ist gesperrt. Foto: John Randeriis, Ritzau Scanpix
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